04.07.2019 11:32 |

Website zeigt:

Bitcoin braucht fast so viel Strom wie Österreich

Dass das Schürfen der Digitalwährung Bitcoin sehr viel - zumeist „schmutzige“ - Energie benötigt, ist bekannt. Eine Website der Universität Cambridge zeigt nun in Echtzeit den aktuellen Strombedarf für das sogenannte Bitcoin-Mining - und setzt ihn in Relation zum „Energiehunger“ anderer Länder, auch Österreich.

Schätzungen der Universität Cambridge zufolge benötigt die laufende Bitcoin-Produktion etwa 7,5 Gigawatt Strom, was 0,21 Prozent der weltweit erzeugten Strommenge entspricht. Hochgerechnet auf das ganze Jahr, benötigt das Schürfen der Digitalwährung damit mehr Strom als die Schweiz oder Tschechien in diesem Zeitraum verbrauchen. Mit 64,15 Terawattstunden pro Jahr liegt das Bitcoin-Mining nur knapp hinter dem jährlichen Stromverbrauch Österreichs (64,6 Terawattstunden pro Jahr).

Mit derselben Menge Strom, rechnen die Forscher auf der Website cbeci.org vor, könnten alle Teekessel in der EU (inklusive Großbritannien), die zum Kochen von Wasser verwendet werden, 1,5 Jahre lang mit Strom versorgt werden. Der Energiebedarf der Universität Cambridge ließe sich gar 365 Jahre lang decken.

Aufwändige Rechenprozesse
Wer Bitcoins errechnet, muss dafür sogenannte Hashes - lange Ketten aus Zahlen und Buchstaben - produzieren, die auf Basis neuer Transaktionen in der im Hintergrund der Digitalwährung laufenden dezentralen Blockchain-Datenbank, den neuesten Einträgen in der Blockchain, und einer zufälligen Zahl errechnet werden. Kommt am Ende ein Hash mit einer vorgegebenen Zahl von Nullen am Anfang heraus, ist ein neuer Bitcoin entstanden.

Die Zahl der von einem unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto agierenden Programmierer erdachten Bitcoins ist außerdem auf 21 Millionen - bisher sind rund 17,8 Millionen davon erzeugt worden - begrenzt. Und je mehr erzeugt wurden, umso schwerer wird es, neue zu errechnen.

Das ist der Grund, wieso sich noch bis vor wenigen Jahren Bitcoin-Schürferei mit PCs und Grafikkarten lohnte, heute aber nur mehr große Rechenzentren nennenswerte Bitcoin-Gewinne abwerfen. Je mehr sich die Menge der Bitcoins diesen 21 Millionen annähert, umso schwieriger wird es selbst mit Spezial-Hardware, neue Bitcoins zu erzeugen.

 krone.at
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