Di, 21. Mai 2019
23.04.2019 20:53

Sieg in Hartberg

Rapid nach zwei argen Goalie-Patzern in Tor-Laune

Jubel bei Rapid! Nur drei Tage nach dem laschen 2:2 in Altach setzte sich der Rekordmeister am Dienstag in Hartberg fast schon locker mit 4:2 durch. Es war der vierte Sieg in der Quali-Gruppe, der erste volle Liga-Erfolg bei den Steirern und die gelungene Revanche für das 0:3 im Oktober. Begonnen hat die Partie aber mit zwei schlimmen Goalie-Patzern.

Aufgrund von zwei Torhüter-Patzern stand es in der Oststeiermark nach verregneten 45 Minuten 1:1, wobei die Heimmannschaft ein klares Übergewicht bei den Chancen und Rapid bis zum Pausenpfiff keinen Schuss auf das Tor abgegeben hatte. Das besorgte nach Wiederbeginn Thomas Murg, der mit der ersten Gelegenheit die neuerliche Rapid-Führung herstellte und das 3:1 durch Boli Bolingoli nach 60 Minuten mustergültig servierte.

Andrija Pavlovic (75.) setzte noch einen sehenswerten Heber drauf, das erste Bundesliga-Tor von David Cancola (82.) war nur noch Ergebniskosmetik. Rapid schaffte damit im dritten Bundesliga-Duell in dieser Saison mit Hartberg den ersten Sieg. Im ÖFB-Cup-Viertelfinale hatte sich die Mannschaft von Trainer Dietmar Kühbauer im Februar klar mit 5:2 durchgesetzt.

Goalie-Patzer
Die Partie in der Profertil Arena begann praktisch mit einem Defensiv-Blackout der Rapid-Elf. Schon nach 40 Sekunden schoss Kresimir Kovacevic nach einer Soloflucht auf das Tor von Richard Strebinger, der aber wenig Mühe damit hatte. Ein fataler Fehler unterlief beim ersten Gäste-Eckball in der 14. Minute auch Rene Swete, der sich den Ball ins eigene Tor faustete. Mitspieler Michael Blauensteiner könnte den Goalie leicht irritiert haben, das war nicht klar ersichtlich.

Hartberg steckte den Schock aber sofort weg und spielte beherzt nach vorne. Das ergab eine Corner-Serie und eine Möglichkeit von Rajko Rep (17.), bei dessen Abschluss im Strafraum Strebinger mit dem Fuß gut reagierte. Weniger gut machte es der Rapid-Torhüter in der 28. Minute bei einem Freistoß von Rep aus großer Distanz: Der Ball sprang auf dem feuchten Boden zweimal auf, ging zentral auf den richtig postierten Strebinger, der den Schuss ins eigene Tor ablenkte.

Hartberg hatte in der ersten Spielhälfte noch weitere gute Aktionen in der Offensive. Ein Vorstoß über die linke Seite von Kapitän Siegfried Rasswalder blieb in der 40. Minute unbelohnt. Bei einem Ballverlust von Bolingoli in der Nachspielzeit wollte Rep Strebinger überheben, der das jedoch schnell überrissen hatte.

Starker Auftritt von Murg
Nach Doppelpass mit Stephan Auer schloss Murg die erste zielstrebige Aktion der Hütteldorfer nach der Pause mustergültig ab. Mit links netzte der Steirer aus spitzem Winkel durch die Beine von Swete ein. Der Offensivspieler unterstrich seine aktuell starke Form auch in der 62. Minute mit der Flanke auf Bolingoli, der sich in den Hartberg-Strafraum geschlichen hatte. Bei seinem Kopfball aus kurzer Distanz hatte Swete keine Chance.

Pavlovic machte mit einem Traumtor endgültig alles klar. Die Schlussoffensive der Steirer nach dem Cancola-Treffer blieb letztlich fruchtlos. Nach der fünften Niederlage in Folge steht Hartberg aber weiter auf dem fünften Platz im Quali-Tableau, da auch der Sechste Wacker Innsbruck verlor.

TSV Hartberg - SK Rapid Wien 2:4 (1:1)
Hartberg, Profertil Arena
4.000 Zuschauer
SR Gishamer

Tore:
0:1 (14.) Swete (Eigentor)
1:1 (28.) Rep
1:2 (48.) Murg
1:3 (62.) Bolingoli
1:4 (74.) Pavlovic
2:4 (82.) Cancola

Hartberg: Swete - Blauensteiner, Huber, Rotter, Rasswalder (66. Flecker) - Kainz (77. Ilic), Sittsam, Camara - Heil (66. Cancola) - Kovacevic, Rep

Rapid: Strebinger - Auer, Sonnleitner, Hofmann, Bolingoli - Grahovac, Schwab - Murg, Knasmüllner (46. D. Ljubicic), Ivan (71. Schobesberger) - Pavlovic (78. Badji)

Gelbe Karten: Kainz, Cancola bzw. Bolingoli

Die besten Spieler: Murg, Schwab, Bolingoli bzw. Rep, Camara

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