12.03.2019 01:22 |

Drozda nach Debakel:

„SPÖ-Situation besser, als sie dargestellt wird“

Dass die SPÖ im Land Salzburg bei den Gemeinderatwahlen am Sonntag auf den tiefsten Stand seit 1945 gefallen ist, ist für den Bundesgeschäftsführer der SPÖ, Thomas Drozda, „bitter“, doch die Situation sei „besser, als sie dargestellt wird“. Auf die Frage, ob es „gescheit“ sei, dass der burgenländische Landeshauptmann „jede Woche die Regierung rechts überholt“, wollte Drozda keine klare Antwort geben.

Von den zehn großen Gemeinden, die es in Salzburg gibt, habe man in acht dazugewonnen, so Drozda in der „ZiB 2“ am Montagabend. Das Ergebnis in der Stadt Salzburg wolle er nicht schönreden, verwies aber auf die FPÖ, die nur acht Prozent erreicht habe, sowie „die Halbierung der NEOS“. In der Landeshauptstadt wurde die ÖVP erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die stärkste Kraft.

Von Moderator Armin Wolf darauf angesprochen, dass man sich bei der SPÖ nicht auskenne, wer jetzt eigentlich für die Partei spreche, wollte sich Drozda zu keiner klaren Aussage hinreißen lassen - auch nicht zu dem neuesten Vorstoß von Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil - dieser forderte, dass man IS-Kämpfern die Staatsbürgerschaft entziehen solle.

„Doskozils Vorschlag ist zu diskutieren“
Auf die Frage, ob es denn „gescheit“ sei, dass Doskozil „jede Woche die Regierung rechts überholt“, verwies der SPÖ-Bundesgeschäftsführer auf die Regierung, die dazu „gar nichts“ gesagt habe. Doskozils Vorschlag sei „zu diskutieren“, eine „abgeschlossene Parteilinie“ zu dem Thema gebe es aber nicht.

„Wir gewinnen gemeinsam oder eben nicht“
Für die EU-Wahlen im Mai - deren Ergebnis laut Wolf Drozdas weiteres Schicksal in der Partei bestimmen könnte - habe er sich keine Latte gesetzt: „Wir haben ein junges Team, das für uns für die Europawahl antritt. (...) Wir werden die Wahl gemeinsam und hoffentlich erfolgreich schlagen.“ Man gewinne „gemeinsam oder eben nicht“. 

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