06.03.2019 06:15 |

krone.at fragt nach

Wochenlanges Fasten? „Echt anstrengend!“

Nach der Krapfenzeit folgt bekanntlich die Fastenzeit. Traditionell gesehen wird in den nächsten 40 Tagen bis zum Osterfest auf die verschiedensten Laster, von Alkohol bis Fleischessen, verzichtet. krone.at wollte von Passanten am Wiener Schwedenplatz wissen, ob sie fasten und wenn ja: Ist das alles religiöser Zwang oder doch eine persönliche Sache?

Lange Schlangen vor den Imbissständen und Bäckereien am Wiener Schwedenplatz. Würstel, Kebab und Pizza zeugen in der Mittagspause von großer Beliebtheit, aber auch die letzten Faschingskrapfen werden verkauft. krone.at spricht einen Pensionisten an, ob er denn vorhat zu fasten: „An und für sich ja, man verzichtet auf gewisse Annehmlichkeiten, beim Essen beim Trinken, und versucht sich einfach sonst wieder körperlich fit zu machen.“ Aber ja nicht zu fit, meint eine junge Studentin: „Also ich finde man sollte nicht übertreiben, alles im gesunden Maße.“

„Glaube nicht an Gott“
Eine Frau fühlt sich von der Wissenschaft bestätigt. Das Fasten sei gesund: „Ich habe immer gelesen, dass es wissenschaftlich gut ist und man in 40 Tagen seine Gewohnheiten ändern kann.“
Für einen HTL-Schüler ist der Brauch rein religiös, was er wiederum nicht sei: „Viele Bekannte von mir, die öfter in die Kirche gehen, machen das noch. Aber ich glaube nicht wirklich an Gott oder die Kirche, deswegen ziehe ich das nicht so streng durch.“

Fasten ist „echt anstrengend“
„Also ich bin der Meinung, dass man das ganze Jahr über gesund leben sollte“, so ein deutscher Tourist. Ernährung ist ihm das ganze Jahr lang wichtig. „Ich versuche das ganze Jahr über, mich moderat zu ernähren und gesund zu leben.“ Eine pensionierte Dame findet, Fasten erschwere sich im Alter: „Die jungen Leute machen das eher, wir Älteren können es ja nicht immer.“ Gerade verzehrt ein junger Angestellter seine Wurstsemmel: „Ich glaube, es ist mehr eine persönliche Geschichte, also religiös würde ich es nicht mehr sehen, sondern eher als Persönlichkeitserweiterung.“

Für eine russische Büroangestellte ist das Fasten keine Leichtigkeit, sie hat es bereits ausprobiert: „Ich habe das einmal gemacht und konnte es nur zwei Wochen lang aushalten. Es war echt anstrengend.“

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