05.02.2019 11:53 |

5 Mio. Dollar erbeutet

SIM gekapert, Bitcoins gestohlen: 10 Jahre Haft!

Die Behörden im US-Bundesstaat Kalifornien haben einen perfid vorgehenden Bitcoin-Dieb zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der 20-Jährige hatte seine Opfer akribisch ausgespäht, ihre Telefonnummern gekapert, ihre Online-Konten übernommen und sich auf diesem Weg ein Vermögen im Wert von fünf Millionen US-Dollar ergaunert. „SIM-Swapping“ nennen Cybercrime-Experten diese Masche.

SIM-Swapping ist im Grunde Betrug. Wie das IT-Portal „Heise“ erklärt, lässt sich der Betrüger dabei die Handynummer seiner Zielperson auf seine eigene SIM-Karte übertragen. Das erfordert Vorbereitung: Die Täter forschen zunächst möglichst viele Details über ihre Zielperson aus, etwa Sozialversicherungs- oder Reisepassnummer und andere persönliche Daten. Das geschieht über Phishing-Mails, das Hacken von E-Mail-Konten oder Trickanrufe beim Opfer.

Mobilfunker wird zur Mithilfe überredet
Hat der Betrüger die Daten, ruft er beim Mobilfunker seines Opfers an, gibt sich als dieses aus und behauptet, er habe sein Handy samt SIM-Karte verloren und bitte um die Übertragung der Nummer auf eine neue SIM-Karte. Allzu oft leisten die Mobilfunker der Bitte Folge - und der Angreifer hat die Handynummer seines Opfers übernommen. Mitsamt der Möglichkeit, eine Zweifaktor-Authentifizierung zu überwinden, wie sie etwa beim Online-Banking in Form einer Bestätigungs-SMS oder bei entsprechend geschützten Bitcoin-Konten eingesetzt wird.

Der 20-jährige Student aus Kalifornien, der nun für zehn Jahre hinter Gitter muss, hat sich auf diese Weise ein Bitcoin-Vermögen im Wert von fünf Millionen US-Dollar ergaunert. Der Bursche hatte rund 40 Opfer durchleuchtet, um ihre Handynummern zu kapern und ihre Bitcoins zu stehlen. Nachdem er gefasst wurde, stimmte er einem Deal mit der Justiz zu, der ihn vor einer noch längeren Haftstrafe bewahrt haben dürfte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

SIM-Swapping greift in den USA um sich
Es ist nur der jüngste Fall in einer ganzen Serie von SIM-Swapping-Fällen in den USA. In den letzten Monaten seien dort etliche SIM-Swapper verhaftet worden, die sich mit dieser Masche Bitcoins im Millionenwert ergaunert haben dürften. Ein einzelner Täter soll seine Opfer mit diesem Trick um Bitcoins im Wert von 14 Millionen US-Dollar erleichtert haben, heißt es in dem Bericht.

Die Polizei rät ob der jüngsten Fahndungserfolge, dass die Täter sich nicht der Illusion hingeben, sie seien nicht auszuforschen. „Jede Verhaftung, die wir gemacht haben, hat Schockwellen in die Community geschickt. Sie waren nicht sicher in ihrem Keller, sie waren nicht sicher im Zimmer im Haus ihrer Mutter, in denen sie aufgespürt und festgenommen wurden - einer nach dem anderen.“

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