Mo, 21. Jänner 2019

Neujahrsspringen

01.01.2019 13:45

Das war nichts! Kraft stürzt ab, Kobayashi siegt

Das war nichts! Stefan Kraft, in Oberstdorf noch Dritter, muss seine Hoffnungen auf einen Spitzenplatz in der Gesamtwertung der 67. Vierschanzentournee schon nach der zweiten Konkurrenz begraben. Der 25-jährige Weltmeister schied am Neujahrstag in Garmisch-Partenkirchen wie im Vorjahr schon im ersten Durchgang aus. Gewonnen hat das Neujahrsspringen Oberstdorf-Sieger Ryoyu Kobayashi (JPN) vor Markus Eisenbichler (GER) und Dawid Kubacki aus Polen. Bester ÖSV-Mann in der Tournee ist damit vor dem dritten Bewerb am Freitag in Innsbruck Daniel Huber als Zehnter - er belegte am Dienstag Rang 15.

Huber als 15. unser Bester
Die österreichischen Skispringer konnten am Neujahrstag im zweiten Bewerb der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen nicht in die Entscheidung eingreifen. Stefan Kraft, der Dritte von Oberstdorf, schied nach völlig verpatztem Sprung wie im Vorjahr und ebenso wie Michael Hayböck sogar schon im ersten Durchgang aus. Der Ex-Tourneesieger verlor nach völlig missglücktem Sprung (114 m) sein K.o.-Duell mit dem Deutschen Constantin Schmid. Auch Philipp Aschenwald und Markus Schiffner schieden durften im zweiten Durchgang nicht mehr ran. Mit Daniel Huber (23.) und Manuel Fettner (30.) schafften also nur zwei von sechs ÖSV-Springern die Qualifikation für das Finale. Huber wurde als unser bester Mann in Garmisch schließlich 15. und Fettner 28.

„Habe mich unwohl gefühlt“
In Oberstdorf hatte Kraft nach verpatztem Training noch den Umschwung geschafft, auf der am wenigsten geliebten der vier Tourneeschanzen gelang das jedoch nicht. „Ich habe mich in allen Sprüngen unwohl gefühlt“, gab Kraft zu. Zwar wurde vor ihm wegen Rückenwindes der Anlauf verlängert, doch das half nicht. Dem Ex-Tourneesieger missglückte der Absprung, er musste rudern und schon früh zu Boden.

„Es war es eine Spur zuviel Risiko“, erklärte Kraft. Einen „braven“ Sprung habe er nicht machen wollen. „Jetzt ist es natürlich noch dümmer. Aber es ist ein schmaler Grat.“ Der verpatzte Sprung und das Aus sei ziemlich das Bitterste, das passieren könne, gab Kraft zu.

Alte Fehler
ÖSV-Cotrainer Florian Schabereiter erklärte im ORF-TV-Interview vom Trainerturm, dass Kraft etwas in alte Muster zurückgefallen sei. „Stefan ist sich über dem Vorbau leicht auf den Ski draufgestiegen und dann läuft das System nicht zusammen und man hat keine Chance mehr.“

Ergebnis Springen in Garmisch-Partenkirchen:
1. Ryoyu Kobayashi (JPN) 266,6 (136,5/133,0)
2. Markus Eisenbichler (GER) 264,7 (138,0/135,0)
3. Dawid Kubacki (POL) 256,2 (133,5/133,0)
4. Roman Koudelka (CZE) 253,8 (133,0/134,5)
5. Junshiro Kobayashi (JPN) 249,4 (131,0/131,5)
6. Kamil Stoch (POL) 249,2 (129,0/134,0)
7. Stephan Leyhe (GER) 249,0 (128,0/135,0)
8. Timi Zajc (SLO) 248,7 (132,0/132,5)
9. Halvor Egner Granerud (NOR) 245,4 (127,0/132,0)
10. Andreas Stjernen (NOR) 245,3 (129,5/134,0)
11. Piotr Zyla (POL) 241,3 (128,5/130,5)
12. Daiki Ito (JPN) 241,2 (130,0/130,0)
13. Jakub Wolny (POL) 240,8 (128,0/127,5)
14. Anders Fannemel (NOR) 239,8 (130,0/128,5)
15. Daniel Huber (AUT) 238,8 (120,0/136,5)
16. Jewgenij Klimow (RUS) 236,7 (130,0/129,0)
17. Yukiya Sato (JPN) 236,3 (126,5/134,0)
17. David Siegel (GER) 236,3 (125,0/129,0)
19. Robert Johansson (NOR) 235,8 (120,5/136,5)
19. Karl Geiger (GER) 235,8 (127,0/130,0)
21. Simon Ammann (SUI) 235,4 (126,0/130,0)
22. Johann Andre Forfang (NOR) 235,3 (122,0/136,0)
23. Killian Peier (SUI) 232,9 (125,0/132,5)
24. Richard Freitag (GER) 231,8 (132,5/123,0)
25. Wladimir Zografski (BUL) 226,3 (117,0/133,0)
26. Naoki Nakamura (JPN) 226,2 (126,0/126,0)
27. Anze Semenic (SLO) 223,9 (124,0/130,0)
28. Manuel Fettner (AUT) 213,1 (120,0/126,0)
29. Constantin Schmid (GER) 206,0 (123,5/121,5)
30. Robin Pedersen (NOR) 201,9 (120,5/119,0) ~

Weiters:
42. Philipp Aschenwald 86,4 Punkte/119,5 m 
45. Michael Hayböck 85,7/113,0 
47. Markus Schiffner 84,2/115,5
49. Stefan Kraft (alle AUT) 79,4/114,0

Zwischenstand der Vierschanzentournee nach 2 von 4 Bewerben:
1. Ryoyu Kobayashi (JPN) 548,9 Punkte 
2. Markus Eisenbichler (GER) 546,6 
3. Dawid Kubacki (POL) 526,0
4. Andreas Stjernen (NOR) 523,5 
5. Roman Koudelka (CZE) 518,2 
6. Kamil Stoch (POL) 516,8 
7. Timi Zajc (SLO) 514,7 
8. Piotr Zyla (POL) 509,6 
9. Stephan Leyhe (GER) 509,0 
10. Daniel Huber (AUT) 504,0.

Weiters:
25. Stefan Kraft 359,9 
32. Manuel Fettner 305,2 
33. Michael Hayböck 300,3 
34. Markus Schiffner 292,6 
41. Philipp Aschenwald (alle AUT) 200,5

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