31.12.2018 13:06 |

Jahres-Rückblick

Diese Tragödien erschütterten die Sportwelt 2018

Österreichs Fußball hat in diesem Jahr mehrfach Trauer getragen. Am 16. Februar erlag Bundesliga-Präsident Hans Rinner im Alter von nur 54 Jahren einer Krebserkrankung. Gearbeitet hat er - meist von zu Hause aus - bis zuletzt, war noch in die Bestellung des neuen Sportdirektors im ÖFB, die Verhandlungen um den neuen TV-Vertrag der Liga sowie die Überlegungen um die Reform weiter eingebunden.

Nach ebenfalls schwerer Krankheit verstarb der ehemalige Teamstürmer Helmut Köglberger (72), der mit der Wiener Austria zweimal Meister und „Jahrhundertspieler“ des LASK wurde. 80 Jahre wurde Ex-Teamspieler Adolf „Adi“ Knoll, die Sportclub-Legende eroberte mit dem Verein zwei Meistertitel und spielte im späteren Karriereverlauf bei der Austria mit Köglberger. An einer Herzattacke starb mit Christoph Westerthaler (53) ebenfalls ein Ex-Teamspieler. Die Austria trauerte auch um Ex-Tormann um Erich Schreitl (71).

Im März machte der plötzliche Tod von Davide Astori betroffen. Der Kapitän von Fiorentina starb in einem Hotel in Udine, wo sich sein Team vor dem Spiel gegen Udinese aufgehalten hatte, an einer erhöhten Herzfrequenz. Astoris Vereine Fiorentina und Cagliari werden die Rückennummer 13 nicht mehr vergeben. Im Oktober verunglückte Leicester Citys beliebter Klubchef Vichai Srivaddhanaprabha beim Hubschrauberabsturz im Bereich des Stadions des Arbeitgebers von Ex-ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs tödlich. Mit 84 starb der ehemalige italienische Fußball-Teamchef Azeglio Vicini, mit 70 Henri Michel, als Teamchef mit Frankreich 1986 im WM-Halbfinale, mit 61 Englands Ex-Teamkapitän Ray Wilkins.

2018 starben mehrere aktive Sportler tragisch. Beim Rad-Klassiker Paris-Roubaix stürzte der Belgier Michael Goolaerts (23) in den Tod. Der 14-jährige Nachwuchs-Motorradfahrer Andreas Perez starb nach einem Rennunfall in Barcelona an Gehirnverletzungen. Der Schweizer Ski-Verband beklagte den Verlust des hoffnungsvollen Rennfahrers Gian-Luca Barandun (24), der beim Paragleiten verunglückte. Der Eiskunstlauf-Olympia-Dritte Denis Ten (25) wurde bei einer Messerattacke in seiner Heimatstadt Almaty ermordet. Die spanische Golf-Amateur-Europameisterin Celia Barquin Arozamena wurde auf einem Golfplatz in Iowa erstochen in einem Teich aufgefunden. Im Boxsport überlebte der britische Halbschwergewichtler Scott Westgarth (31) seinen Sieg nicht, er starb im Krankenhaus.

Viele weitere schieden viel zu früh aus dem Leben. Die österreichische Badminton-Spielerin Antonia Meinke (21) starb wie ihr Freund Chee Tean Tan (24) an den Folgen eines Autounfalls. Österreichs Eiskunstläufer Miriam Ziegler/Severin Kiefer verloren mit dem Franzosen Jean-Francois Ballester (53) einen ihrer Trainer durch einen Herzinfarkt.

Einer Herzattacke erlag auch der frühere österreichische Eishockey-Nationalspieler Ray Podloski (52). Der Grazer Sportanwalt Christian Flick starb im 62. Lebensjahr. Betroffen machte auch der Tod der Tochter des ehemaligen US-Skistars Bode Miller, die 19 Monate alte Tochter Emeline ertrank in einem Pool. Bei einen Autounfall verunglückte der fünffache chinesische Schwimm-Paralympics-Sieger Huang Wenpan (22). Sechs Spieler einer Fußball-Jugendmannschaft kamen bei einem Busunglück in Peru ums Leben. Der Busunfall eines Junioren-Eishockeyteams mit 15 Toten löste in Kanada Trauer und Entsetzen aus.

Mehrere verdienstvolle ehemalige Sportler kamen unter mysteriösen oder dramatischen Umständen ums Leben. Ex-Skirennläufer Reinhard Tritscher (72) stürzte bei einer Tour auf der steirischen Dachstein-Seite in den Tod. Die deutsche Ruder-Olympiasiegerin Brigitte Ahrenholz (65) entdeckte man in einem Schilfgürtel in Brandenburg. Die Norwegerin Vibeke Skofterud (38), Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin im Langlauf, wurde auf einer Insel im Süden Norwegens nach einem Jetski-Unfall tot geborgen. Motocross-Weltmeister Eric Geboers ertrank in einem Fluss, als er einen Hund retten wollte. NHL-Champion Ray Emery (35) ertrank im Hafen seiner Heimatstadt Hamilton. Der deutsche Box-Ex-Weltmeister Graciano Rocchigiani (54) war betrunken, als er in Italien von einem Auto überfahren wurde.

Vergeblich mit ihren Krankheiten rangen u.a. die Russin Jelena Schuschunowa (49), Turn-Mehrkampf-Olympiasiegerin von 1988, die zweifache deutsche Schwimm-Europameisterin Daniela Samulski (33) und Ex-Box-Weltmeister Markus Beyer (47). Der frühere Weltklasse-Springreiter Willi Melliger (64), der mit Wunderschimmel„ Calvaro Sportgeschichte geschrieben hatte, erholte sich von einem Hirnschlag nicht mehr. Der Schweizer Sportfunktionär Patrick Baumann (51) erlag während der Olympischen Jugendspiele in Bueons Aires einem Herzinfarkt. Der australische Speerwurf-Rekordler Jarrod Bannister wurde auch nur 33.

Die Formel 1 reagierte voller Bestürzung auf den Tod von Ferrari-Patron Sergio Marchionne (66). Der langjährige Chef der Autobauer Fiat Chrysler und Ferrari starb nach Komplikationen bei einer Operation. Aus dem Leben schieden auch die früheren Formel-1-Piloten Dan Gurney (86), der als Erfinder der “Champagner-Dusche„ bei Siegerehrungen gilt, und der ehemalige Jochen Rindt-Teamkollege John Miles (74).

Mit Tex Winter (96) starb der Erfinder der “Triangle Offense" (Dreiecks-Offensive), die von den Chicago Bulls mit NBA-Ikone Michael Jordan als Schlüsselspieler perfektioniert wurde. Großbritannien trauerte um Legende Roger Bannister (88), der Mittelstreckenläufer hatte 1954 als erster Mensch eine Meile in weniger als vier Minuten zurückgelegt. Mit dem US-Amerikaner Doug Ford (95) starb in Florida der älteste noch lebende Gewinner des US Golf-Masters in Augusta. Die brasilianische Tennislegende Maria Esther Bueno (78) erlag einer Krebserkrankung.

Unter den Toten 2018 sind auch der frühere jugoslawische Weltklasse-Tischtennisspieler Dragutin Surbek (71), der russische Hammerwurf-Olympiasieger Sergej Litwinow (60), Ex-Weltklasse-Zehnkämpfer Juri Kuzenko (66), die dreifache polnische Sprint-Olympiasiegerin Irena Szewinska (72), der frühere Darts-Weltmeister Eric Bristow (60) aus England, die ehemalige Skirennläuferin Erika Mahringer (93), die früheren Golfprofis Peter Thomson (88) und Hubert Green (71), die der fünffache Springreit-Olympiasieger Hans-Günter Winkler (91), Chicago-Blackhawks-Ikone Stan Mikita (78) und Turn-Größe Carla Marangoni (102) aufzulisten, die die älteste noch lebende Olympia-Medaillengewinnerin war.

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