03.12.2018 05:34 |

Platz zwei im RTL

Hirscher: „Es fühlt sich trotzdem wie ein Sieg an“

Was für ein US-Krimi! Diesmal allerdings ohne ganz großes „Happy End“ für Marcel Hirscher. Der siebenfache Gesamt-Weltcup-Sieger musste sich gestern erstmals seit 9. Dezember 2017 wieder mit Platz zwei in einem Riesentorlauf begnügen. Der 60. Weltcup-Sieg wurde also verschoben. Hirscher sagt: „Es fühlt sich trotzdem wie ein Sieg an.“

„Ich bin noch nie in meinem Weltcup-Leben bei solchen Bedingungen gefahren“, sprach Hirscher die weichste Beaver-Creek-Piste aller Zeiten an. „Es war ein sehr spezielles Rennen, bei dem ich zweimal fast rausgeflogen wäre und ich das Maximum rausgequetscht hab.“ Das Fazit: „Daher fühlt sich dieser zweite Platz wie ein kleiner Sieg an!“

Pechvogel
Luitz, einer der größten Verletzungs-Pechvögel im Weltcup-Tross, hatte um 0,14 Sekunden die Nase vorne. Feierte den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere, war zu Tränen gerührt. Balsam für die deutsche Ski-Truppe des Vorarlberger Cheftrainers Mathias Berthold nach den Verletzungen der Stars Felix Neureuther und Thomas Dreßen!Im Privatjet nach DenverDeshalb kamen Hirschers Glückwünsche von Herzen: „Ich denke, dass niemand im Weltcup einen steinigeren Weg als Stefan zu seinem ersten Sieg gehen musste. Er ist seit 2010 Weltklasse und hat sich das schwerst verdient!“ Dritter wurde die Schweizer Sensation Thomas Tumler - nach dem ersten Lauf noch auf Platz 21.

Nach dem Rennen düste Hirscher ins nahe gelegene Eagle-Vail. Dort wartete aufs Red-Bull-Trio Hirscher, Henrik Kristoffersen, Alexis Pinturault der Privatjet nach Denver. Von dort ging’s zurück nach Europa.

Ein wichtiger gewonnener Tag. Am Wochenende folgen in Val d’Isere Riesentorlauf und Slalom. Bis dahin steht bei Hirscher Regeneration, dann am Donnerstag und Freitag Training auf der Reiteralm am Programm. Punkte gab’s neben Hirscher nur für zwei weitere Österreicher: Johannes Strolz (23.) und Rückkehrer Philipp Schörghofer (29.).

„Schön, aber ich kann mehr“, sagte Strolz. Und „Schörgi“ gestand: „Ich war nervös wie ein 15-Jähriger!“ Alle anderen Österreicher brennen auf Wiedergutmachung. Allen voran Manuel Feller - Out nach vier Toren. „Bitter! Aber die zwei USA-Wochen waren nicht umsonst, ich nehme gute Trainingstage mit.“

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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