Di, 19. März 2019
30.11.2018 05:47

„Wunderschönes Gefühl“

Im Eiskasten taute der Rapid-Geist wieder auf

„So viel wurde zuletzt über den Rapid-Geist gesprochen“, strahlte Trainer Kühbauer. „Da draußen war er zu spüren.“ Im Moskauer Eiskasten taute er auf. Von 0:1 auf 2:1, statt dem Knockout gibt’s ein Aufstiegs-Finale in der Europa League gegen die Rangers am 13. Dezember in Wien. Balsam auf den grün-weißen Wunden.

„Kicken kann man oder kann man net.“ Eine typische Schobesberger-Aussage. „Mir ist egal, ob ich Comeback-Spezialist bin. Ich bin lieber der Mann für die Tore.“ Lange verletzt, gestern sein drittes Spiel - und mit einem Assist und dem Goldtor der Matchwinner. Was angekündigt war: „Der Schwabi hat mir in der Pause gesagt, dass wir reinkommen, er mir den Ball so hinspielen wird.“

So feierten dank der beiden Superjoker die 800 mitgereisten Rapid-Fans trotz der Arktis-Temperaturen (Schobi: „Es war schon unangenehm kalt“) eine unerwartet heiße Sieges-Party. Und auch Kühbauer scherzte: „Endlich können wir uns wieder eine Tabelle von der anderen Seite anschauen.“

Balsam auf den tiefen Bundesliga-Wunden. In der Europa League ist man als Zweiter über dem Strich, auf einem Aufstiegsplatz. „Niemand hat an uns geglaubt. Jetzt wollen wir in Europa überwintern“, freut sich Kühbauer aufs entscheidende Duell gegen die Glasgow Rangers am 13. Dezember. „Unser Stadion wird voll sein, das wird ein richtiges Finale. Wir haben es selbst in der Hand.“ Rapid reicht bereits ein Remis zum Einzug ins Sechzehntelfinale.

Aktiver und aggressiver
Weil Rapid auch im achten Spiel in Russland ungeschlagen blieb, erstmals in dieser Saison international auswärts anschrieb, einen Rückstand in einen Sieg verwandelte. „Und zwar verdient“, so Kühbauer. „Wir waren 90 Minuten aktiver.“ Und aggressiver. 26:10-Fouls, 14:7-Torschüsse - Rapids vermeintliche Not-Elf hielt Spartaks Millionen-Truppe im Zaum. Mit Kampf. Der wurde den Kickern zuletzt abgesprochen.

„Ein wunderschönes Gefühl“, so Kühbauer, der über seinen Joker-Poker grinste: „Diesmal hat es das Trainerteam richtig gemacht.“

Rainer Bortenschlager/Moskau, Kronen Zeitung

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