30.08.2018 13:48 |

„Blanker Horror“

Österreicher übersiedeln nur selten und ungern

Die meisten Österreicher (84 Prozent) sind in ihrem Leben zumindest einmal umgezogen. Die wenigsten haben sich aber darüber gefreut: Nur vier Prozent der Befragten siedelten gerne. Ein Drittel empfindet Umzüge gar als blanken Horror.

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Rund zwei Drittel der Ende vergangenen Jahres befragten rund 1000 Österreicher sehen das Thema Umzug pragmatisch - sie siedelten, wenn sie es für nötig erachteten. Zudem zeigte sich in der von Integral Markt- und Meinungsforschung für ImmobilienScout24.at durchgeführten Umfrage, dass die Befragten bei ihren Umzügen tendenziell in der vertrauten Umgebung zu bleiben pflegten.

Sieben von zehn Städter zogen innerhalb derselben Stadt um, während drei Fünftel der Dorfbewohner im Dorf oder ländlichem Raum blieben. Bundesländergrenzen wurden in lediglich 14 Prozent der Fälle überquert. Die klassische „Landflucht“ vollzogen bereits rund ein Viertel der Befragten - sie verließen ihre Bleibe auf dem Land und wohnten fortan in einer Stadt.

Viele Gründe für Wohnungswechsel
Die Hauptmotive für das Wechseln der Unterkunft waren, dass sich die Vorstellungen bezüglich Komfort und Lebensqualität geändert hätten (58 Prozent) und dass dem Bedürfnis, schlichtweg woanders wohnen zu wollen, nachgegeben wurde (50 Prozent). 36 Prozent erachteten ihre ehemalige Wohnung ohnehin nie als langfristige Lösung und zogen deshalb um. Ein Viertel gab an, vor einem sich verschlechternden Wohnumfeld Reißaus genommen zu haben. Von jenen zwölf Prozent, die zu dem Zeitpunkt der Befragung aktuell auf der Suche nach einer neuen Wohnung waren, nannten vier von zehn Befragte eine veränderte finanzielle Lage als Umzugsgrund. Rund ein Viertel machte gestiegene Wohnkosten verantwortlich.

Nichtsdestotrotz waren laut Umfrage 41 Prozent mit ihrer derzeitigen Wohnsituation sehr zufrieden. Die Befragten erteilten ihr im Durchschnitt die Schulnote 1,8 - bei einer Vergleichsstudie aus dem Jahr 2012 fiel das diesbezügliche Ergebnis ident aus. Eigenheimbesitzer und Personen aus dem Milieu der Konservativen und Etablierten zeigten sich über ihre Wohnsituation zufriedener. Unterdurchschnittlich glücklich waren hingegen Angehörige des kritisch-gehobenen Milieus und der konsumorientierten Basis.

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