Widerspricht Prantner

Wrabetz: „TVthek bleibt in Zukunft kostenfrei“

Digital
26.08.2018 13:07

Die TVthek des ORF wird ab dem 4. Quartal des Jahres erneuert. Dann startet Phase eins des Relaunches, kündigt ORF-Onlinechef Thomas Prantner an. Erste Einblicke in die neugestaltete Mediathek und langfristige Überlegungen in Richtung Bezahlinhalte gewährte er am Samstag im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche. Das veranlasste ORF-Chef Alexander Wrabetz allerdings dazu, sich via Twitter von Prantners Aussagen zu distanzieren.

Prantner hatte im Zuge der Alpbacher Technologiegespräche die langfristige Idee für einen „etwaigen ORF-TVthek-Premiumbereich mit Bezahlangeboten“ skizziert. Einen krone.at-Bericht über die Aussagen des Online-Chefs kommentierte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz tags darauf via Twitter. Beunruhigten ORF-Zuschauern versichert er: „Die TVthek bleibt auch in Zukunft kostenfrei.“

„Bleibt definitiv kostenfrei“ - Prantner rudert zurück
Auch Prantner, der am Samstag noch vor Publikum laut über „einen ORF-TVthek-Premiumbereich mit Bezahlangeboten“ nachgedacht hatte, sieht sich auf Twitter tags darauf missverstanden und rudert zurück: „Das ORF-TVthek-Angebot bleibt auch nach dem Relaunch definitiv kostenfrei.“

TVthek-Relaunch soll Usability erhöhen
An den Plänen für einen Relaunch hat sich von Samstag auf Sonntag indes nichts geändert. Die User erwarten zahlreiche Neuerungen, verspricht der Online-Chef. Erscheinungsbild und Usability stehen im Zentrum: „Angefangen mit der optischen Modernisierung der Plattform und der übersichtlicheren Darstellung“ des Contents, würden auch Navigation, Favoriten- und Suchfunktion erneuert.

Der Player selbst werde vergrößert. Mehr Personalisierung (Stichwort „Wunschthemen“), einen Ausbau des Livestream-„Restart“-Features und verbesserte Bildqualität hat man sich ebenfalls vorgenommen.

Thomas Prantner (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Thomas Prantner

 Mehr unkommentierte Live-Streams 
Außerdem werden Angebote wie etwa die zeit- und kulturgeschichtlichen Videoarchive, Schwerpunktthemen oder das „Live-Spezial“-Angebot (also unkommentierte Live-Streams etwa von Pressekonferenzen) weiter ausgebaut. Die barrierefreien Angebote sollen künftig leichter auffindbar sein. Ein genauer Starttermin steht laut Prantner noch nicht fest. Fix ist aber, dass der Relaunch gleichzeitig für die Web- und App-Versionen umgesetzt wird.

ORF wünscht sich Gesetzesänderung
 
2019 soll dann der zweite Teil stattfinden. Mit diesem möchte der ORF schon die ersten Pflöcke für seinen geplanten „ORF-Player“ einschlagen. Aber dafür „wären teilweise Änderungen im ORF-Gesetz notwendig“, betont Prantner - in dieser Frage ganz auf Linie des ORF-Generaldirektors - einmal mehr: „Wir hoffen, dass 2019 eine längere Abrufdauer von ORF-Bewegtbildcontent möglich wird, das betrifft die 7-Tagesfrist, die sogenannte 2-Monats-Archiv-Regel und die 24 Stunden-Einschränkung für Premium Sport.“ Außerdem wünscht sich der Öffentlich-rechtliche schon länger die Möglichkeit, „Online first“- und „Online only“-Inhalte verbreiten zu dürfen und alle vier ORF-TV-Programme rund um die Uhr live streamen zu können.

(Bild: APA/HARALD SCHNEIDER)

Benutzerkonten und Bezahleinhalte angedacht
 
Schließlich sei, so Prantner am Samstag, im dritten Relaunch-Schritt eine Login-Funktion geplant. Die soll einerseits ein nahtloses Konsumieren von Inhalten über alle Plattformen und Devices ermöglichen, andererseits für den kontrovers diskutierten „etwaigen ORF-TVthek-Premiumbereich mit Bezahlangeboten“ gelten. Das UHD-Projekt, bei der Fußball-WM „erfolgreich getestet“, soll 2019 für den Regelbetrieb entwickelt werden „etwa bei ,Universum‘-Dokumentationen oder bei Sport-Liveübertragungen“.

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