Mi, 17. Oktober 2018

Und das serienmäßig!

11.08.2018 13:46

Wahnsinn: Die Kompressor-Kawasaki kriegt 242 PS

Die Kawasaki Ninja H2 gehört zum Schärfsten und Spannendsten, das auf unseren Straßen auf zwei Rädern unterwegs ist. Sie ist das einzige Hypersportmotorrad mit Kompressormotor (ihre Touring-Schwester H2 SX lassen wir hier außen vor). Und genau dieser Kraftbrocken bekommt jetzt eine fette Leistungsspritze: Statt 205 PS wird sie aus ihrem aufgeladenen Vierzylinder künftig unfassbare 231 PS holen - mit RAM Air sogar 242 PS!

Für technisch nicht ganz so Versierte: RAM Air bedeutet, dass durch den Staudruck des Fahrtwindes eine Motoraufladung und damit eine Leistungssteigerung erzielt wird.

Dadurch hat die (fahrfertig) 238 kg schwere Kawasaki Ninja H2 mehr PS als Kilogramm! Das maximale Drehmoment liegt bei 141,7 Nm und wird bei 11.000 U/min. erreicht. Alles straßenzugelassen, ab Modelljahr 2019 serienmäßig, unter Einhaltung der Euro4-Norm und angeblich ohne mehr Sprit zu verbrauchen (was gut ist, denn der Tank bleibt mit 17 Liter unverändert).

Möglich wurde das dank einzelner Bauteile, die bereits für die tourentaugliche Ninja H2 SX entwickelt wurden. Teile wie Luftfilter, Ansaugkanal, Zündkerzen und die ECU (zentrales Steuergerät) des Sport Tourers flossen in die neue Ninja H2 ein, jedoch nicht der Kompressor selbst.

Zusammen mit neuen Bridgestone-RS11-Reifen werden vorne die neuesten Brembo „Stylema“ Bremssättel verbaut, die mit je vier Kolben in halbschwimmende 330-mm-Scheiben beißen. Sie versprechen noch höhere Steifigkeit, verbesserte Kühlung der Bremsflüssigkeit durch einen erhöhten Luftstrom und schnelleres Ansprechverhalten. Das Fahrwerk mit 43-mm-USD-Gabel und Öhlins-TTX36-Dämpfer an der Einarmschwinge - beide mit Druck- sowie Zugstufendämpfung, einstellbarer Federbasis und Top-out-Federn, bleiben unverändert.

Der Lack „heilt“ sich selbst
Nicht nur die Technik, auch das Äußere hat einige Updates erhalten. Dazu gehört eine neue Lackierung, die nicht nur sehr widerstandsfähig sein soll, sondern kleine Kratzer durch das Hinzufügen von Wärme in sehr kurzer Zeit verschwinden lassen. Das von Kawasaki entwickelte System ist angeblich ähnlichen Systemen aus der Autoindustrie überlegen, wo der Heilungseffekt bis zu einer Woche dauern kann, sagen die Japaner. Im Fall von Sturzschäden ist die Lackierung natürlich weiterhin machtlos.

Neu ist auch das TFT-Farbdisplay mit Bluetooth Verbindung. Die Instrumente haben das gleiche, aktuelle Aussehen wie die Instrumente der Ninja H2 SX SE, jedoch mit zusätzlicher Smartphone-Konnektivität durch Kawasakis neue „Rideology“ App. Einmal damit verbunden werden auf dem Display des Smartphones Fahrzeuginformationen wie Kraftstoffstand und Zustand der Batterie sowie ein Fahrprotokoll und Updates zu Serviceintervallen angezeigt.

Der Preis ist noch nicht bekannt, lag aber schin bisher über 30.000 Euro. Die nicht straßenzugelassene Schwester Kawasaki H2 R leistet 310 PS bzw. 326 PS mit RAM Air.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl

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