Mi, 12. Dezember 2018

Lässt Bilder sprechen

14.05.2018 13:55

Google: „Die Kamera ist der neue Browser“

Geht es nach Google, soll die Smartphone-Kamera verstärkt zu einer Suchmaschine für die reale Welt werden. „Wir betrachten die Kamera als den neuen Browser, der die Umgebung mit einer smarten Schicht von Informationen versieht“, so Google-Managerin Aparna Chennapragada am Rande der Entwicklerkonferenz Google I/O.

Menschen nutzten die Smartphone-Kamera bereits für alles Mögliche, vom Abfotografieren von Rechnungen bis hin zu Fotos von Kleidung oder Büchern, die man sich später vielleicht kaufen will. „Es ist ein fundamentaler Wandel im Umgang mit Computern - anstelle zu versuchen, sich in Worten auszudrücken, lässt man direkt Bilder sprechen.“ Die heutigen Abläufe dabei seien aber nicht so effizient, wie sei sein sollten, die Fotos verstaubten oft in den Geräten. „Was ist das für ein cooles Auto? Wo genau bin ich gerade?“ - solche Fragen werde die Smartphone-Kamera künftig direkt beantworten können, sagte Google-Manager Clay Bavor.

Der Internetkonzern kündigte dafür auf der Entwicklerkonferenz die Weiterentwicklung der Funktion Google Lens an, die zusätzliche Informationen ins Kamerabild auf dem Bildschirm einblendet. Sie kann Text erfassen und erkennt zum Beispiel Hunderassen oder kann Rezensionen zu Büchern anzeigen. Außerdem können die Google-Karten auf die Kamera zurückgreifen, um den genauen Standort des Nutzers anhand der umliegenden Gebäude zu ermitteln.

„Es ist eine Wasserflasche“
Google habe zunächst einige sehr konkrete Anwendungen herausgesucht, um die Funktion zu etablieren, sagte Chennapragada. Eine Herausforderung dabei sei, wirklich relevante Informationen einzublenden. „Es ist nicht wirklich hilfreich, wenn man die Kamera auf etwas richtet und die Software sagt: Es ist eine Wasserflasche.“ Google löse dieses Problem so, dass zunächst verschiedene spezialisierte Programme ihr Wissen über den Inhalt eines Bildes beitragen - und dann ein übergeordnetes System entscheide, was davon für den Nutzer im Kontext der Situation wichtig sei, sagte Bavor.

Die Bilderkennung in Echtzeit sei eine große technische Herausforderung, betonte er. "Schon Spracherkennung ist schwer, obwohl wir nur wenige tausend Worte verwenden - dagegen gibt es Hunderte Millionen verschiedene Objekte, die auch noch in unterschiedlichen Winkeln, Schatten oder halb verdeckt im Bild auftauchen können."

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Champions League
JETZT LIVE: Juve droht Pleite, Bayern souverän
Fußball International
Auch Roma verliert
Peinlich! Real kassiert gegen Moskau Heim-Blamage
Fußball International
Salzburg-Sportboss
Freund: „Wollen das Stadion zum Brodeln bringen“
Fußball International
Rapid-Coach sicher
Kühbauer: „Haben die bessere Ausgangssituation“
Fußball International
Persönliche Probleme
Spielsucht? Celtic-Stürmer fehlt gegen Salzburg
Fußball International
Rangers-Coach
Gerrard erwartet „50:50-Match“ gegen Rapid
Fußball International
Aber er will bleiben
Liebes-Krach: Verlobte schmeißt Maradona raus
Fußball International
Es geht um China
UEFA plant Champions League am Wochenende
Fußball International
Wegen Daumenverletzung
Neureuther verzichtet auf Rennen in Alta Badia
Wintersport

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.