28.09.2018 07:30 |

Hund, Schlange & Co.

Diese Roboter haben Vorbilder aus dem Tierreich

Die Robotik hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht - man betrachte nur die Fähigkeiten der Maschinen, die der US-Hersteller Boston Dynamics entwickelt. Neben klugen Köpfen aus der Wissenschaft hat die Menschheit das aber auch der Natur zu verdanken: Viele Roboter sind nämlich letzten Endes mechanische Kopien von Erfolgsrezepten aus dem Tierreich.

Besondere Prominenz haben in den vergangenen Jahren die Roboter der US-Firma Boston Dynamics erlangt. Neben dem menschenähnlichen Atlas und dem Robo-Muli LS3 hat die Firma besonders mit ihren leichtfüßigen - von Hunden und Katzen inspirierten - Spot-Laufrobotern für Aufsehen gesorgt.

Jüngst - siehe Video oben - führte Boston Dynamics sogar vor, wie sich ihr Hunderoboter SpotMini gegen menschliche „Störfaktoren“ zur Wehr setzen kann, die den erfolgreichen Abschluss seiner Mission zu sabotieren versuchen.

Insekten sind beliebte Robotik-Vorbilder
Neben Vierbeinern stehen bei Robo-Ingenieuren auch Insekten und Spinnentiere hoch im Kurs als Vorbilder für ihre Maschinen. Das gilt einerseits für fliegende Insekten wie Bienen, die Modell für einen ehrgeizigen Plan der NASA stehen, den Roten Planeten Mars mit einem Schwarm robotischer Insekten zu kartografieren. 

Es gilt aber auch für nicht flugtüchtige Insekten. Ein Beispiel dafür kommt abermals von Boston Dynamics: Die Amerikaner haben mit RHex einen Roboter entwickelt, der mit seinen sechs dürren Beinchen frappierend an einen Käfer oder eine Kakerlake erinnert und nicht nur raues Terrain überwindet, sondern selbst in enge Ritzen kriecht.

Schlangenroboter kriecht in engste Nischen
Statt auf Säuger oder Insekten setzen Forscher der US-amerikanischen Carnegie Mellon Universität auf ein Reptil als Roboter-Vorbild: die Schlange. Wie der „Guardian“ berichtet, soll ihr Snakebot großartig darin sein, in enge Ritzen oder Rohre zu kriechen und dort nach dem Rechten zu sehen. Er kann aber auch Objekte hochklettern. Praktisch unter anderem bei Such- und Rettungseinsätzen, aber auch bei Kanalarbeiten.

Robo-Manta soll die Weltmeere erforschen
Während die meisten Robotiker sich bei ihren Schöpfungen an Landtieren orientieren, gibt es vereinzelt auch Forscher, die künstliches Meeresgetier kreieren. Im Wasser stehen Tiere wie Rochen, Quallen, Fische oder Kraken Modell für energiesparende Fortbewegungsmethoden für Roboter.

So haben Forscher aus Singapur beispielsweise einen Robo-Manta entwickelt, der wie sein natürliches Vorbild durch die See gleitet und sich gut für Kartografie-, Forschungs- oder Suchmissionen eignen würde.

Ein anderes Konzept für einen Unterwasser-Roboter kommt vom Wyss-Institut der Universität Harvard. Dort hat man mit Octobot einen aus weichen Materialien bestehenden Roboter entwickelt, der von chemischen Reaktionen unter seiner „Haut“ angetrieben wird.

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