Mo, 17. Dezember 2018

Standort, Webcam & Co.

15.03.2018 14:43

Firefox verhindert lästige Berechtigungs-Anfragen

Nachdem die Entwickler mit den letzten Updates Geschwindigkeit und Ressourcenverbrauch des freien Internetbrowsers Mozilla Firefox verbessert haben, gehen sie mit der neuen Version 59 nun ein Phänomen an, das Internetnutzer zunehmend verärgert: Desktop-Benachrichtigungen im Benachrichtigungszentrum unter Windows 10 und Bitten um Standort- und Webcam-Nutzung. Der neue Browser blockiert die lästigen Anfragen.

„Möchten Sie Desktop-Benachrichtigungen von dieser Website erhalten? Möchten Sie dieser Website Zugriff auf Ihren Standort, Ihr Mikrofon oder Ihre Webcam gewähren?“ Diese Fragen stellen immer mehr Websites ihren Besuchern, um sie über Direktbenachrichtigungen zum regelmäßigen Website-Besuch zu animieren und das Benutzererlebnis anzupassen. Eine wachsende Zahl von Internetnutzern stört sich allerdings an diesen Anfragen.

Wie „Ars Technica“ berichtet, schiebt der neue Firefox 59 diesem Trend nun einen Riegel vor. Der Browser bietet eine Funktion, die Anfragen von Websites blockiert, die Benachrichtigungen senden, den Standort auslesen oder gar die Webcam benutzen wollen. Websites, denen diese Rechte eingeräumt werden sollen, können vom User aktiv freigeschaltet werden.

Funktion findet sich in Privatsphäreeinstellungen
Wer die neue Funktion nutzen will, findet sie in den Firefox-Browsereinstellungen. Unter dem Punkt Privatsphäre und Sicherheit können die Berechtigungen für Websites global eingestellt werden, auch die Ausnahmeregelungen werden hier eingetragen.

Ein paar weitere Features bringt Firefox 59 zusätzlich zu den Nutzern: Der Browser erlaubt nun eine stärkere Individualisierung der browsereigenen Startseite, außerdem erlaubt er nun – ähnlich wie Microsoft Edge – das Anbringen von Notizen und Skizzen auf Screenshots. Sicherheitsupdates und neue Standardsuchmaschinen wurden ebenfalls eingebaut.

Quantum-Update brauchte Performancesprung
Nachdem er jahrelang Marktanteile vor allem an Googles Chrome-Browser verloren hat, haben die Entwickler von Mozilla ihrem Firefox mit dem vor einigen Monaten veröffentlichten Quantum-Update (Version 57) einen Performancesprung beschert.

Das lässt manche Nutzer zurückkehren, der freie Browser hat allerdings auch gehörigen Aufholbedarf: In Europa lag sein Marktanteil zuletzt nur mehr bei rund 16,6 Prozent – und damit weit unter jenem des Konkurrenten Chrome, der auf fast 58 Prozent der PCs zum Einsatz kommt. Deutlich abgeschlagen hinter den beiden Browsern liegen auch der Internet Explorer (7,55 Prozent), Apples Safari-Browser (6,58 Prozent) und der neue Microsoft-Browser Edge (5,23 Prozent).

 krone.at
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