Mo, 18. Dezember 2017

Mehr Effizienz

30.11.2017 10:30

Immo-Branche fordert marktfreundlicheres Mietrecht

Die heimische Immobilienwirtschaft hat eine vorweihnachtliche Wunschliste zur künftigen Wohnpolitik vorgelegt. Zwar sei Wohnen in Österreich im Schnitt leistbar. Ärmere Haushalte und junge Wohnungssuchende hätten aber zu kämpfen. In der Branche wünscht man sich deshalb neben Änderungen im sozialen Wohnbau auch Investitionsanreize und ein für beide Seiten faires Mietrecht.

Die Mietzinsbildung müsse sich am Markt orientieren können. Besonders in Wien würde der "politisch niedrig gehaltene Richtwert zu erheblichen Folgeproblemen und unerwünschten Lenkungseffekten führen", so der Präsident vom Österreichischen Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI), Georg Flödl.

Der private Mietwohnbau müsse ebenso angekurbelt werden: "Die Liste der ohnehin schon in Summe massiven Belastungen für die Immobilienwirtschaft, die in der jüngeren Vergangenheit beschlossen wurden, ist lang, kritisierte ÖVI-Geschäftsführer Anton Holzapfel. Auch die Steuerreform 2015/2016 habe den Investitionsmotor Immobilie vor allem mit dem rückwirkenden Eingriff in die einkommensteuerrechtlichen Bereiche der Absetzung für Abnutzung bei vermieteten Immobilien massiv gebremst.

Die Immobranche bekrittelt weiter die "kaum mehr überschaubare Fülle an Baugesetzen, OIB-Richtlinien und den rasanten Zuwachs an technischen Standards und Richtlinien." Dies behindere die Schaffung von günstigem Wohnraum.

 krone.at
Redaktion
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