So, 17. Dezember 2017

Teurer Wohnraum

03.03.2016 16:42

Immobilienpreise seit 2010 stark gestiegen

Wohnraum hat sich in Österreich in den vergangenen Jahren empfindlich verteuert. Zwischen 2010 und 2015 kletterten die Preise für Wohnungen im Schnitt um mehr als 20 Prozent, wie aus dem aktuellen Immobilienpreisindex 2016 hervorgeht. Für eine neue Eigentumswohnung mit 80 Quadratmetern waren zuletzt 321.000 Euro zu bezahlen - um gut 60.000 Euro mehr als noch vor fünf Jahren.

Die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen stiegen im selben Zeitraum um 55.000 Euro auf durchschnittlich 244.000 Euro, wie aus der Auswertung des Internetportals Immobilienscout24 hervorgeht. Die angebotenen Objekte waren demnach kleiner als nachgefragt - die meisten Käufer waren eigentlich auf der Suche nach einer 90 Quadratmeter großen Wohnung.

Den stärksten Preisanstiege bei gebrauchten Wohnungen gab es seit 2010 in Wien, Tirol (beide plus 34 Prozent) und Niederösterreich (plus 33 Prozent). Am wenigsten, aber immer noch um rund ein Fünftel, nach oben entwickelten sich die Preise für gebrauchte Wohnungen in den vergangenen fünf Jahren in Kärnten (plus 19 Prozent), der Steiermark (plus 20 Prozent) und Vorarlberg (plus 23 Prozent).

Wien am teuersten, Burgenland am billigsten
Die höchsten Preise für gebrauchte Objekte waren 2015 in Wien zu bezahlen - der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag bei 3414 Euro. Dahinter folgten Tirol (3113 Euro) und Salzburg (3000 Euro). Am billigsten waren die Immobilien im Burgenland mit im Schnitt 1357 Euro pro Quadratmeter. Und das obwohl die Preise in diesem Bundesland in den vergangenen fünf Jahren um 26 Prozent spürbar zulegten.

Der Trend zum eigenen Haus, der schon 2014 zu beobachten war, hat sich im abgelaufenen Jahr fortgesetzt - die Nachfrage stieg im Jahresabstand um sechs Prozent. Dementsprechend hätten sich auch die Preise für neue Häuser nochmals um rund fünf Prozent erhöht. Das "österreichische Durchschnittshaus" mit 125 Quadratmetern kostete 2015 neu rund 340.000 Euro. Die Preise variierten je nach Bundesland: Im Burgenland lag der Schnitt bei nur 229.000 Euro, in der Steiermark bei 253.000 Euro und in Kärnten bei 262.000 Euro. In Wien wiederum kostete ein Durchschnittshaus 463.000 Euro und in Tirol 439.000 Euro.

Immobilienmarkt hat sich wieder beruhigt
Alles in allem habe sich der Immobilienmarkt 2015 - nach Jahren des Anstiegs - beruhigt, heißt es in der Analyse. Die Preise für Eigentumswohnungen seien im abgelaufenen Jahr mit einem Plus von einem Prozent gegenüber 2014 relativ stabil geblieben. Die Mieten für Wohnungen (ohne Betriebskosten) hingegen verteuerten sich im Vorjahr österreichweit zwischen drei und vier Prozent. Im Schnitt kostete eine Mietwohnung, die 2015 angeboten wurde, zwischen 789 Euro (gebraucht, 81 Quadratmeter) und 825 Euro (neu, 76 Quadratmeter) pro Monat.

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