Fr, 17. November 2017

Kübelpflanzen

08.04.2015 13:44

Mit frischer Erde in die neue Blühsaison

Weg mit den angesammelten Schadstoffen und dafür mit viel gesunder Ernährung sowie viel Schwung in das Frühjahr! So lautet jetzt nicht nur das Motto für den Menschen, sondern auch für Blumenfreunde und Pflanzenliebhaber. Düngen ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Wachstumsphase. Doch viel zu oft wird dabei vergessen, dass auch frische und hochwertige Erde eine wichtige Rolle spielt. Vor allem für Kübelpflanzen, gleich ob im Außen- oder Innenbereich.

Neue Blumen in neuer Erde ist für viele eine Selbstverständlichkeit. Anders verhält es sich jedoch bei mehrjährigen Pflanzen. Hier wird die "Erdpflege" meist auf eine ausgiebige Frühjahrsdüngung begrenzt.

Doch Pflanzen-Profis Alarm: Noch immer ist viel zu wenig bekannt, wie wichtig ein jährlicher (!) Wechsel der Erde für Kübel- und Balkonkistenpflanzen ist. Denn für ein gesundes, üppiges Wachstum und Gedeihen stellen die Pflanzen ganz bestimmte Ansprüche an die Erde.

Eine gute Erde
Wichtig für Kübelpflanzen ist, dass die Erde eine gute und stabile Struktur aufweist. Die Erde sollte zusätzlich auch über ausreichend Wasser- und Luftkapazität verfügen, und nicht zuletzt müssen auch Salzgehalt und Nährstoffe stimmen. Klar ist auch, dass die Erde nicht von Schädlingen oder Pilzen befallen sein sollte.

Im Gegensatz zum Außenbereich werden der auch noch so guten Erde in den räumlich begrenzten Pflanzsystemen der Kübel oder Balkonkisten vergleichsweise rasch wichtige Nährstoffe entzogen. Auch die Zusammensetzung der Erde und das natürliche Verhältnis der verschiedenen Komponenten verändern sich in diesen Gefäßen wesentlich schneller als in der freien Natur.

Und nicht zuletzt können sich in der alten Erde Pilze, Schädlinge und Krankheiten aus dem Vorjahr entfalten und dauerhaft die Pflanze schädigen.

Wo Düngen an Grenzen stößt
Regelmäßiges Düngen hilft zwar, reicht aber in der Praxis für optimale Blühfreuden oft nicht aus. Denn soll es der Pflanze gerade jetzt in der so wichtigen Antriebs- und Wachstumsphase im Frühjahr so richtig gut gehen, müsste - laut Experten - strenggenommen die Erde zunächst untersucht und analysiert werden, um die im Einzelfall jeweils fehlenden Nährstoffe richtig dosiert zuführen zu können.

Das hört sich nicht nur sehr aufwendig an, sondern ist es natürlich auch. Und so wird dieses Beispiel gerne nur deshalb angeführt, um die Wichtigkeit des regelmäßigen Austauschs der Erde zu verdeutlichen.

Denn selbstverständlich ist es sehr viel einfacher, schneller und kostengünstiger, die Pflanzen jährlich mit frischer Erde zu versorgen. Auch die Umgebung bestimmt, wie stark die Erde belastet wird: Liegen z.B. Balkon oder Terrasse an stark befahrenen Straßen, setzen sich die Schadstoffe in der Luft unter Umständen auch in der Pflanzenerde fest.

Erde ist nicht gleich Erde
Bei den zur - überaus reichen - Auswahl stehenden Blumenerden gibt es sehr große Qualitätsunterschiede. Hier zu sparen, kann in der Folge recht teuer werden, wenn die Pflanzen welken oder kränkeln und dann wiederum mit (teurem) Spezialdünger gesund gepflegt werden müssen.

Aber auch in punkto Pflege können Billigerden, die oft einen zu hohen Salzgehalt aufweisen, so manche Tücken haben. Zum Beispiel verdichten sie sich sehr stark oder schrumpfen beim Austrocknen zusammen. In der Folge können Nährstoffe nicht gut aufgenommen werden und Gießwasser wird nicht ausreichend gespeichert. Erde von nicht hoher Qualität erkennt man auch daran, dass sie beim Gießen schlammig wird.

Billigsterde kann sogar mit Abfällen, wie z.B. großen Aststücken, verunreinigt sein. Markenerde dagegen wird in regelmäßigen Abständen kontrolliert.

Woran erkennt man hochwertige Erde?
Eine gute Erde sollte eine Zusammensetzung im optimalen Verhältnis aus Humus, Ton sowie schnell und langsam wirkenden Düngern aufweisen. Das ist natürlich beim Kauf so nicht zu erkennen. Oft sieht man Profis, die die Erde durch ihre Finger laufen lassen. Tatsächlich ist es so, dass gute Erde locker in der Hand zerfällt.

Berücksichtigen muss man zusätzlich die unterschiedlichen Anforderungen, die verschiedene Pflanzen an "ihre" Erde stellen. Zwar reicht in den allermeisten Fällen eine gute Kübelerde völlig aus, doch gibt es Ausnahmen. Rhododendren sowie Moorbeetpflanzen etwa brauchen einen sauren Boden mit einem niedrigen pH-Wert.

Tipp: Lassen Sie sich beim Kauf der Blumenerde ausgiebig von Gärtnereien beraten. Die Profis verfügen über lange Erfahrung darin, was bestimmte Pflanzen lieben - und was eben nicht. Viele Gärtnereien bieten auch speziell im Haus gemischte Erde an. Hier wird meist gute Qualitätserde mit Spezialdünger oder Kompost in idealen Mischverhältnissen veredelt.

Achtung: Blumenerde sollte nicht zu lange gelagert werden, da sich dadurch die Struktur so verändern kann, dass ein optimales Pflanzenwachstum nicht mehr sichergestellt ist.

Umtopfen von Zimmerpflanzen
Auch die Pflanzen in den Innenräumen passen sich jetzt den geänderten Lichtverhältnissen mit angeregtem Wachstum an. Eine sorgfältige Düngung gibt ihnen jetzt neue (Wachstums-)Kraft.

Zimmerpflanzen müssen nicht so häufig mit frischer Erde versorgt werden wie Pflanzen im Außenbereich. In aller Regel reicht hier ein Umtopfen alle zwei bis drei Jahre aus.

Rasches Umtopfen ist aber jedenfalls dann angesagt, wenn der Wurzelballen die übrige Erde fast verdrängt hat, zu dichtes Wurzelwerk aus dem Topf herauswächst (Gießloch!) oder die Erde unangenehm riecht oder sogar leichten Schimmel zeigt.

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