Sa, 16. Dezember 2017

Eigenes Haus

01.10.2013 14:54

Studie zeigt: So sehen junge Wohnträume aus

Das eigene Haus bleibt bei der Alterszielgruppe der Jungen und der Generation 50plus der Wohnwunsch Nummer eins. Qualität, Langlebigkeit und Wertbeständigkeit werden immer wichtiger und Nachhaltigkeit und Umweltschutz darf auch ruhig etwas mehr kosten. So einige der wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen Studie zum Thema "Junge Wohnwünsche".

Wovon träumt die Altersgruppe der 25- bis 45-Jährigen, wenn es um das Thema Wohnen geht? Haus oder Wohnung? Grüne Ruhelage oder doch gute Infrastruktur? Und nicht zuletzt – was darf das alles kosten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer aktuellen Umfrage, die im September dieses Jahres vom Markt- und Trendforschungsbüro bmm durchgeführt wurde. Auftraggeber war die Nachhaltigkeitsplattform des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie, die BAU!MASSIV!.

Weiterhin eigenes Haus als größter Wohntraum
Recht konservativ und beständig zeigen sich die Zielgruppen der Jungen und Midager, wenn es um die Frage der beliebtesten Wohnform geht: Für zwei Drittel der Befragten ist das nach wie vor das eigene Haus. Eine Eigentumswohnung ist dagegen nur für 20 Prozent die größte Wunsch-Wohnform, die Miet- bzw. Mietkaufwohnung rangiert mit elf Prozent vor dem Reihenhaus.

Scheinbar ein absolutes No-Go für die nachstrebenden Generationen der Immobilienbesitzer ist das Anmieten eines Einfamilienhauses – nur ein mageres Prozent kann diesem Gedanken etwas abgewinnen.

Die telefonischen Befragungen wurden in ganz Österreich durchgeführt, klare Abweichungen gab es lediglich in der Steiermark. Die Sehnsucht nach dem Einfamilienhaus ist hier im Vergleich zu den anderen Bundesländern doch deutlich gebremst und erscheint nur 50 Prozent als attraktiv, hingegen punktet die Miet- bzw. Mietkaufwohnung gleich bei einem Fünftel der Steirer als größter Wohnwunsch.

Das mag aber auch daran liegen, dass die Steirer schlicht und einfach realistischer sind, was die Kosten und die Erschwinglichkeit angeht. Denn bei diesem Punkt tut sich die größte Schere zwischen Wunschdenken und Realität auf.

Großzügige Wohnflächen bei niedrigen Kosten gesucht
Ein Teil der Studie befasste sich mit den Flächen und Kosten der optimalen Wohnwelten. Und geantwortet wurde vorwiegend nach dem Motto: "Träumen darf man doch noch."

Bei der gewünschten Netto-Wohnfläche, selbstverständlich noch ohne Balkon, zeigten sich die Befragten jugendlich-optimistisch und mit 167 Quadratmetern im Mittelwert nicht kleinlich. Für die Betriebskosten will die Mehrheit nicht mehr als 3,80 Euro pro Quadratmeter aufwenden. Und last, but not least sollen die Baukosten nicht mehr als 1.660 Euro pro Quadratmeter betragen.

Und hier im Vergleich die teure Wirklichkeit: Laut einer Studie von BAU!MASSIV! vom Juni dieses Jahres belaufen sich die reinen Baukosten für Wohnungen (!) derzeit im Österreich-Schnitt bereits auf 1.890 Euro je Quadratmeter.

Was ist wichtig: Ruhiges Grün oder gute Verkehrsanbindung?
Gleich wichtig für das ideale Haus und die ideale Wohnung ist an unangefochtener erster Stelle das Preis-/Leistungsverhältnis. Und dann scheiden sich auch schon die "Wohngeister".

Die optimale Wohnung zeichnet sich nämlich durch folgende Eigenschaften aus: gute Verkehrsanbindung, eine angepasste Größe an die Bedürfnisse und eine sinnvolle Raumaufteilung. Beim eigenen Haus sind nach dem Preis-/Leistungsverhältnis andere Kriterien erwünscht, nämlich eine ruhige Lage, Energieeffizienz und erst an letzter Stelle die angepasste Größe an die Bedürfnisse.

Und wie wird eine sehr gute Wohnlage allgemein definiert? Die erhobenen Top-4-Kriterien zeigen, dass nobles Grün durch eine passende Infrastruktur abgelöst wurde. Die ruhige Lage folgt an dritter Stelle und eine gute Verkehrsanbindung bildet das vierte Kriterium einer Top-Wohnlage.

Nachhaltiges Bauen ist zukunftssicheres Bauen
Erfreulich: Die nachstrebende Generation der Eigenheimbesitzer denkt "grün" – sei es Haus oder Wohnung betreffend. So ist etwa ein optimaler Wärme- und Kälteschutz 85 Prozent der Befragten sehr wichtig.

Zukunftssicheres Bauen wird spontan von den Befragten mit generationenlanger Haltbarkeit und Energieeffizienz verbunden und Energieeffizienz mit Umweltbewusstsein.

Und das darf auch ruhig etwas mehr kosten: Für die Nachhaltigkeit sind die Österreicher sogar bereit, mehr zu bezahlen. Weit mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) wollen für zukunftssicheres und nachhaltiges Bauen bis zu rund 20 Prozent mehr ausgeben. Im Mittelwert werden höhere Ausgaben in diesem Zusammenhang von einem respektablen Fünftel akzeptiert.

Massive Bauweise die Nummer eins
Was die von einem überaus langen Winter gebeutelte massive Bauindustrie ebenfalls erfreut: Ein (wenig überraschendes) Ergebnis der Studie ist, dass auch für junge Erwachsene und Midager die massive Bauweise die deutlich beliebteste ist. So gaben 82 Prozent der Befragten an, am liebsten in einem Haus aus Ziegel oder Beton zu wohnen.

"Junge Menschen ebenso wie Mid Ager assoziierten bei der Umfrage den Massivbau ungestützt mit den zentralen Werten widerstandsfähig, langlebig, sicher und wertbeständig", betont Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie.

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