Sa, 18. November 2017

Platz schaffen

04.01.2013 14:31

So klappt das Ausmisten im neuen Jahr

Die ersten Tage eines neuen Jahres gestalten sich leider oft wenig erfreulich: Müde von den Feiertagen, leidet man häufig auch an einem unguten "Zuviel-Gefühl". Wobei sich das Zuviel nicht nur beim Blick auf die Waage zeigt, sondern auch bei einem Rundum-Blick in der vollgestopften Wohnung. Kräftiges Ausmisten und Entrümpeln ist angesagt - gerade die ersten Tage des neuen Jahres eignen sich dafür sehr gut.

Zugegeben, es ist nicht ganz einfach, sich dann auch tatsächlich von der bequemen Fernsehcouch hochzustemmen und die Sache in Angriff zu nehmen. Doch das Unternehmen lohnt sich. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Eine zu volle Wohnung wirkt meist unaufgeräumter – und kleiner. Ordnung halten kostet im Alltag bei überquellenden Kästen, Regalen und Schränken oft doppelt soviel Mühle und zeitlichen Aufwand. Und nicht zuletzt macht das berühmte Ausmisten nicht nur die Wohnung, sondern auch den Geist frei und schafft Platz, um im neuen Jahr positive neue Dinge in den Wohnraum zu lassen.

"Bei Weitem nicht nur materieller Art", sagen die Feng Shui-Experten. Denn zu viele unnötige Gegenstände blockieren das Fließen der Energie in den Wohnräumen. Daher steht auch bei vielen Feng Shui-Beratungen am Anfang erst einmal das gründliche Aussortieren und Weggeben von all jenen Dingen, die man nicht mehr braucht.

Die großen Stolpersteine
Fast jeder kennt so ein Beispiel: Da hat man sich gerade eben aufgerafft und Dinge entsorgt, die man tatsächlich monatelang nicht gebraucht hat, und kaum sind sie unwiederbringlich weg, ergibt sich auch schon prompt eine Situation, wo man genau diesen Gegenstand ganz dringend gebrauchen hätte können.

Schuld daran sind entweder eine falsche Einstellung oder eine falsche Entrümpelungsmethode – sagen die einschlägigen Experten. Oft hat man sich nämlich noch nicht vollständig psychisch von den Gegenständen getrennt und schleppt sie so noch eine ganze Weile unbewusst mit sich herum. Klar, dass man dann bei der erstbesten Gelegenheit an sie denkt – was übrigens nicht bedeutet, dass man sie tatsächlich verwendet hätte, wenn sie weiter ihr Dasein in Schrank oder Keller gefristet hätten. Typisch ist diese Reaktion vor allem dann, wenn man mit der weggegebenen Sache besondere Erinnerungen oder Vorstellungen verbindet (z.B. der Pullover von der Exfreundin oder das Kleid in Größe 36, in das man vielleicht doch noch einmal hingepasst hätte…).

Nicht selten ist oben genannte Reaktion aber auch schlicht und einfach das Ergebnis einer falsch angegangenen Entrümpelungsaktion. Denn soll die Sache etwas bringen, muss man dafür ausreichend Zeit einplanen. Andernfalls endet das Ausmisten mit einem entnervt-erschöpften und vor allem unüberlegten "Alles-muss-weg"-Exzess.

Einige Tipps zum Entrümpeln

  • Mehrere Durchgänge einplanen: Rom ist nicht an einem Tag gebaut worden – und die Wohnung nicht in ein paar Stunden von alten Sachen befreit. Besser ist es, mehrere Tage für das Durchsortieren der alten Dinge vorzusehen. Dabei sollte man sowohl einen Entrümpelungsplan nach Bereichen (Keller, Schrank, Küche etc.) als auch mindestens zwei Sortierungsdurchgänge pro Bereich einplanen.
  • Nicht gleich wegwerfen: Am einfachsten geht es mit mehreren Kisten. Eine, die wirklich nur "Altmüll" enthält (z.B. alte Zeitschriften, kaputte Sachen, abgelaufene Lebensmittel etc.), eine die durchaus noch brauchbare Dinge enthält, die man aber schon lange nicht mehr genützt hat und eigentlich weggeben möchte, und eine dritte Kiste mit Sachen, bei denen man noch unschlüssig ist. Diese dritte Kiste kann man durchaus ruhigen Gewissens einige Monate lang im Keller stehen lassen – und sehen, ob die Dinge darin im Alltag fehlen. Eine Faustregel für das Ausmisten lautet übrigens: Alles, was man ein Jahr lang nicht gebraucht hat, kann weg! (Ausnahme: wichtige Unterlagen, z.B. Steuer, medizinische Befunde).
  • "Schwarze Löcher" nicht vergessen: In so gut wie jeder Wohnung findet sich ein Eck, ein versteckter Schrank oder ähnliches, wo viele Dinge, die man längere Zeit nicht benötigt hat, förmlich wie in schwarzen Löchern verschwinden. Beim Ausmisten diese Zonen nicht vergessen!
  • Der goldene Mittelweg: Tatsache ist: Ausmisten erfordert eine bestimmte Härte und Ehrlichkeit gegenüber sich selbst. Andernfalls bringt das Ausmisten sehr wenig. Allerdings sollte man auch zu Kompromissen fähig sein - und dazu stehen: Passt das enge Lieblingskleid nicht mehr optimal (und wird es wahrscheinlich auch nie mehr wieder), hängt das Herz aber trotzdem daran, so lässt man es eben noch im Schrank - bis der passende Trennungszeitpunkt kommt. Der Trick dabei: Derartige Kompromisse in Bezug auf ein Stück machen das Weggeben von anderen Sachen wesentlich einfacher!
  • Wegwerfen, verschenken oder verkaufen: "Das ist ja noch sehr in Ordnung – viel zu schade zum Wegwerfen!" Das ist in der Praxis eines der Hauptargumente für den Verbleib vieler Gegenstände im Haushalt. Doch dass eine Sache noch in Ordnung ist, heißt nicht unbedingt, dass man sie auch tatsächlich braucht. Es heißt nur, dass sie nicht in den Müll gehört. Derartige Gegenstände kann man entweder in Secondhand-Läden verkaufen oder auf Versteigerungsplattformen ins Netz stellen. Tipp: Wohltätige Organisationen freuen sich über Sachspenden! Aber: Kleider-Sammelcontainer sind keine Müllstellen, auf eine gute Qualität und Brauchbarkeit der abgegebenen Kleidung oder Schuhe sollte daher geachtet werden.
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