Mo, 11. Dezember 2017

Pool-Reinigung

06.06.2008 16:35

Schluss mit roten Augen!

Einen heißen Vorgeschmack auf den Sommer haben wir schon bekommen. Bei Rekordtemperaturen hatten Freibäder Hochsaison, und der eigene Swimmingpool im Garten konnte endlich ausgiebig genutzt werden. Voraussetzung für echten und gesunden Badespaß ist allerdings kristallklares und sauberes Wasser. Dafür wird meist Chlor eingesetzt, doch in jüngster Zeit kommen immer mehr Alternativ-Reinigungssysteme auf den Markt.

Chlorgeruch und Schwimmbad – diese Verbindung kennt fast jeder. Doch was bis vor gar nicht allzu langer Zeit als typische Begleiterscheinung von sommerlichem Freizeitspaß (gerne?) in Kauf genommen wurde, wird mehr und mehr als unangenehm empfunden.

Doch es bleibt nicht nur beim Geruch: Immer mehr Menschen reagieren vor allem bei längeren Wasseraufenthalten mit allergischen Reaktionen auf die chemische Säuberungskeule. Das betrifft vor allem auch die private Badezone im eigenen Garten. Betroffen sind hier Menschen mit überempfindlicher Haut, aber in erster Linie Kinder. Kein Wunder, denn nichts macht den Kids mehr Spaß, als sich mit voller Begeisterung in die kühlen Fluten zu stürzen, zu tauchen und stundenlang im Wasser herumzutoben. Die für Eltern und Nachwuchs gleichermaßen unerfreulichen Folgen: Durch Chlor kann es leicht zu den bekannten Augenrötungen, aber auch zu Ohrenentzündungen kommen.

Aber nicht nur die Haut, auch die Umwelt kann durch das Chlor belastet werden: Viele Schwimmbad-Besitzer lassen das Wasser nach Ende der Badesaison einfach in den Gartenboden und damit letztlich in das Grundwasser ablaufen

Geht das nicht auch anders? Nach Meinung einiger Unternehmen, die zum Teil sehr innovative Pool-Alternativreinigungsmodelle anbieten, durchaus.

Altbewährtes Salz
Mit Hilfe des guten alten Salzes soll nun eine relativ neue und nach Angaben der Produzenten kostengünstige Möglichkeit geboten werden, die Poolpflege künftig umwelt- und anwenderfreundlich sowie chlorgeruchsfrei zu gestalten.

Und das mittels Salz-Elektrolyse. Das Prinzip ist einfach: Das gelöste Salz strömt durch die Elektrolysezelle und wird dabei in Natrium und Chlor aufgespalten. Das so entstehende molekulare Chlor reagiert sofort mit Wasser, der atomare Sauerstoff, der dabei entsteht, ist besonders reaktionsfreudig. Er zerstört Mikroorganismen und Farbstoffe durch Oxidation, wirkt desinfizierend und bleichend. Nach dem Desinfektionsvorgang verbindet sich das Natrium wieder mit dem Chlor und am Ende gibt es wieder Salz.

Doch das ist nicht alles, was das Salz kann. Laut Produzenten sollen Salzwasser-Elektrolysesysteme nicht nur besonders einfach in der Handhabung, ökologisch und kostengünstig sein, sondern auch die Wasserqualität verbessern. Ebenfalls will das System mit den bekannten Vorteilen von Salz punkten: Besonders hautfreundlich, keine Austrocknung der Haut, Anregung der Hautnerven und positive Auswirkungen auf die Atmungsorgane.

UV-Desinfektions-System
Nicht zur Gänze verschwindet das herkömmliche Chlor bei dieser Methode, aber der Einsatz wird drastisch bis zu 80 Prozent verringert. Auch hier sollen Chlorgeruch und Hautreizungen vermieden werden.

Und so funktioniert es: Das Wasser wird mittels einer Pumpe durch das UV-C-Gerät geführt. Dort erzeugt eine Speziallampe eine bestimmte Wellenlänge und dank dieser Strahlung sollen Bakterien, Viren und andere Organismen neutralisiert und deren Fortpflanzung verhindert werden.

Bei diesem System soll es sich um eine ganz besonders umweltfreundliche Reinigungsmethode handeln. Aber Achtung: Das Gerät erzeugt nun mal eine schädliche Strahlung, und direkter Kontakt kann eine Gefahr für Augen und Haut darstellen. Besondere Sicherheitsvorschriften bei Betrieb, Pflege und Wartung sind daher zu beachten.

Ganz ohne Chlor mit Silber-Ionen
Eines der am europäischen Markt erfolgreichsten neuen Systeme stammt aus Österreich. Hier wird der Einsatz von Chlor oder anderer Stoffe wie z.B. Kupfersulfat zur Gänze ausgeschlossen, denn das System basiert auf der bakteriziden Wirkung von Silber-Ionen. Das Grundprinzip selbst hat drei Stufen, wobei zwei davon lediglich einmal pro Badesaison eingesetzt werden müssen, mit der dritten Stufe wird das Wasser im Wochenrythmus desinfiziert.

Entwickelt wurde das System vom Wasserexperten Daniel Bader in mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit Wissenschaftern und Universitätsinstituten.

Laut Angabe des Herstellers soll es sich nicht nur um eine extrem einfache (und kostengünstige) Reinigungsmethode handeln, sondern auch um das zurzeit hautverträglichste Produkt am Markt. Zusätzlich soll das Poolwasser besonders weich werden und man kann es auch ohne Bedenken in das Erdreich (und damit in das Grundwasser) abfließen lassen.

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