04.09.2017 18:45 |

WM-Qualifikation

Nach Nazi-Eklat: Deutschland fürchtet Punkteabzug

Die Nazi-Rufe (siehe Video oben) und Beschimpfungen von rund 200 "Fans" beim WM-Qualifikationsspiel in Tschechien könnten für das deutsche Nationalteam noch bittere Folgen haben. Der Weltverband FIFA schließt nicht aus, eine Untersuchung einzuleiten. Von einer Geldstrafe bis hin zum Punkteabzug scheint alles möglich. Der DFB-Boss fordert eine umfassende Debatte.

Teamchef Joachim Löw hatte das Auftreten der 200 deutschen Fan-Chaoten während der freitägigen Partie in Prag als "Schande für Deutschland" bezeichnet. Der Bundestrainer reagierte "voller Wut" auf rechtsradikale Parolen, eine Gedenkminute war durch Schmähungen gestört worden (siehe Video unten).

Die Vorfälle könnten für den deutschen Verband DFB ein Nachspiel haben. Denn Ermittlungen sind seitens der UEFA durchaus im Bereich des Möglichen. Dies bestätigte auch eine FIFA-Sprecherin: "Wir haben das Thema in den Medien verfolgt und  Beobachter, die es hinsichtlich unseres Anti-Diskriminierungs-Systems überprüfen."

Der abschließende Bericht zum Spiel in Tschechien sei noch nicht da. Kroatien wurde etwa mit zwei Geisterspielen und einem Punkt Abzug belegt, weil in der EM-Qualifikation 2015 ein Hakenkreuz auf dem Rasen in Split war. Auch deshalb, weil es nicht der erste Vorfall gewesen war.

Nazi-Eklat bei EURO 2016
Dies trifft auch auf Deutschland zu, wo Fans etwa bei der EURO 2016 in Lille mit Reichkriegsflagge gesichtet wurden. DFB-Boss Reinhard Grindel fordert eine UEFA-Debatte: "Wir müssen mit den europäischen Verbänden über die Ticketvergabe diskutieren und Wege finden, die europaweit mehr Kontrolle gewährleisten." Denn die 200 Hooligans hatten ihre Eintrittskarten nicht über den offiziellen Verkaufsweg des DFB bezogen.

Kronen Zeitung

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