Mi, 19. Dezember 2018

Interpol-Fahndung

28.07.2017 08:30

Gesuchter Bitcoin-Händler in Marokko gefasst

Ein unter Betrugsverdacht stehender britischer Händler der Digitalwährung Bitcoin ist in Marokko gefasst worden. Wie Ermittler am Donnerstag mitteilten, wurde der 49-jährige Renwick Haddow in Tanger festgenommen und anschließend in ein Gefängnis in Sale in der Nähe von Rabat gebracht. Gegen den Mann lief eine Fahndung über Interpol.

Bei Haddow handelt es sich den Angaben zufolge um einen britischen Geschäftsmann, der früher in New York lebte und der in den USA des Betrugs beschuldigt wird. Haddow soll Investoren unter anderem mit Hilfe einer gefälschten Bitcoin-Handelsplattform betrogen und fünf Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro) ihrer Gelder auf Konten in Marokko und auf Mauritius geschafft haben. Ein Gericht in Marokko soll nun über die Auslieferung des 49-Jährigen entscheiden.

Die virtuelle Währung Bitcoin war 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen wurde sie von einem unbekannten Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet. Der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt stark.

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