Mo, 18. Juni 2018

Neues bei Rheuma

29.07.2017 06:00

"Nach einer Woche tat nichts mehr weh!"

Rheumatoide Arthritis plagte die 75-jährige Maria Duchek drei Jahrzehnte lang mit heftigen Schmerzen. Sie hatte nach zahlreichen Therapieversuchen schon fast aufgegeben. Jetzt endlich brachte die Behandlung mit neuen Medikamenten den Durchbruch.

"Ich war bei vielen Spezialisten in Behandlung, habe unzählige Medikamente geschluckt und verschiedenste Therapien über mich ergehen lassen. Leider blieben meine Gelenke entzündet und schmerzhaft." Als Maria Duchek schon resignieren wollte, tauchte ein Hoffnungsschimmer auf: "Es kamen endlich neue Medikamente auf den Markt, die Biologika heißen. Daran habe ich mich förmlich geklammert!" Doch zunächst musste die Kranke einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Es war zum Verzweifeln! Die Präparate haben bei mir nicht nur kaum gewirkt, ich litt auch ständig an Infektionen." Dann aber las Frau Duchek in der Kronenzeitung einen Bericht des Rheumatologen Dr. Thomas Schwingenschlögl über eine Weiterentwicklung, die sogenannten "Small Molecules".

Sie wandte sich an den Arzt, der vorerst die Diagnose bestätigte und abklärte, ob die Frau für die neuen Präparate in Frage kommt. Bald darauf die gute Nachricht: Ja, für Maria Duchek haben die neuen Mittel Sinn! Sie begann sofort mit der Einnahme und darf von einem spektakulären Erfolg berichten: "Es war unglaublich! Bereits nach einer Woche waren meine besonders betroffenen Finger- und Handgelenke komplett abgeschwollen und taten nicht mehr weh! Auch die hohen Entzündungswerte im Blut sind nun normal." Dass die "Small Molecules" nicht injiziert, sondern geschluckt werden, sieht die Patientin natürlich als weiteren Vorteil an: "Die eine Tablette am Tag vertrage ich sehr gut. Ich kann mit meinen Händen wieder alles machen!"


Die rheumatoide Arthritis (früher chronische Polyarthritis) ist der Prototyp einer rheumatischen Gelenksentzündung. Sie kann grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten, wie Rheumatologe Dr. Thomas Schwingenschlögl erklärt: "In Österreich sind rund 80.000 Menschen betroffen. Auch Kinder erkranken daran. Entscheidend ist frühzeitige Behandlung, weil sonst eine Versteifung der Gelenke unweigerlich eintritt."
Folgende Alarmzeichen sollten daher rasch zum Arzt führen:

  • Geschwollene, hitzende und gerötete Gelenke
  • Bewegungseinschränkung und Schmerzen am Morgen
  • Kraftlosigkeit der Hände, Schmerzen bei Händedruck
  • Allgemeinsymptome wie Krankheitsgefühl, Fieber, Schwitzen, Gewichtsabnahme sowie Muskel- und Sehnenschmerzen.

Sport und Ernäherung unterstützen Therapieerfolg
Auch innere Organe wie Herz, Nieren und Lunge können geschädigt werden. Ursache ist eine Störung des Immunsystems, welches außer Kontrolle gerät. Den Durchbruch in der Behandlung haben "Biologika" gebracht, die jene überaktiven Zellen der Körperabwehr bremsen, welche die Entzündung hervorrufen. Was sind nun diese "Small Molecules"? Dazu Dr. Schwingenschlögl: "Sie stellen eine Weiterentwicklung dar. Die Wirkstoffe sind so klein (daher der Name), dass sie durch die Wände der Immunzellen eindringen können. Dort blockieren sie ebenfalls sehr effektiv die entzündlichen Reaktionen. Die Umsetzung ist einfach, eine Tablette am Tag genügt." Maria Duchek hat allerdings von ihrem Arzt den Rat bekommen, die Behandlung selbst zu unterstützen: "Ich bewege mich jetzt mehr, achte auf mein Gewicht und ernähre mich ausgewogen mit viel frischem Obst, Gemüse, Salaten sowie Fisch!"

Dr. med. Wolfgang Exel, Kronen Zeitung

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