Mo, 20. August 2018

Drama in den USA

14.03.2017 06:43

Hoverboard in Brand geraten: Dreijährige tot

Todesdrama in Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania: Ein Hoverboard ist am Wochenende beim Aufladen des Akkus in Flammen aufgegangen und hat einen Brand ausgelöst, bei dem schließlich ein dreijähriges Mädchen ums Leben kam.

Das Hoverboard - ein elektrisch betriebenes, zweispuriges Rollbrett ohne Lenkstange, das auch E-Board oder Balanceboard genannt wird - überhitzte offenbar beim Aufladen, fing Feuer und explodierte. Durch die Flammen geriet das Wohnhaus einer fünfköpfigen Familie in Brand. Während für die Dreijährige jede Hilfe zu spät kam, überlebten die übrigen Familienmitglieder teils schwer verletzt.

Der Vorfall ist leider kein Einzelfall: In den USA haben bereits zuvor Hoverboards beim Laden Feuer gefangen und auch in Europa kam es zu ähnlichen Zwischenfällen, die von fehlerhaften Lithiumbatterien ausgelöst worden waren. Nach zwei derartigen Bränden in Deutschland warnte dort die Feuerwehr davor, Hoverboards in Wohnungen aufzuladen. Eine ähnliche Warnung sprach auch die britische Feuerwehr aus, und inzwischen weigern sich sogar diverse Fluglinien, die Hoverboards an Bord zu nehmen. Einem Test zufolge bergen vor allem die billigen Modelle Risiken.

Ähnliche Zwischenfälle auch in Österreich
Auch Österreich ist nicht verschont geblieben. Am ersten März-Wochenende geriet in einer Garage in der niederösterreichischen Marktgemeinde Pottendorf ein solches Brett in Brand. Die Flammen griffen auch auf eine Kiste mit Spielzeug über, erloschen laut Feuerwehr aber von selbst. Verletzt wurde niemand, lediglich die Garage und zwei darin abgestellte Autos wurden beschädigt.

Wenige Stunden zuvor war es in Wien-Donaustadt zu einem ähnlichen Vorfall gekommen, als ein explodierendes Hoverboard einen Brand auslöste, bei dem zwei Wohnungen verwüstet wurden. "Es handelt sich um eines der Modelle, die kürzlich wegen Brand- und Explosionsgefahr zurückgerufen worden sind", erläuterte Patrick Maierhofer, der Sprecher der Wiener Landespolizeidirektion.

Weltweit gibt es insgesamt bisher rund 100 dokumentierte Zwischenfälle. 2016 hatte eine Konsumentenschutzorganisation rund 500.000 Boards von zehn verschiedenen Herstellern zurückgerufen.

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