Di, 23. Oktober 2018

Nothilfe?

31.10.2016 11:45

Mann nach Rauferei mit Schädelbruch im Krankenhaus

Mit schwersten Kopfverletzungen endete eine Partynacht für einen jungen Mann im Bezirk Neusiedl. Das Opfer soll zunächst andere Personen "angestänkert" haben, ehe es zu dem Vorfall kam. Der mutmaßliche Täter sprach vor Gericht in Eisenstadt zunächst von "Nothilfe", änderte seine Aussage wenig später jedoch wieder …

Die Fakten sind klar: Das Opfer wurde bei einer Feier im Bezirk Neusiedl vom Angeklagten geschubst und stürzte unglücklich. Die Folgen: ein Bruch des Stirnbeines, ein Schädel-Hirn-Trauma sowie eine Gehirnblutung. Doch darüber, wie es dazu gekommen ist, gingen die Meinungen vor Gericht auseinander.

Laut Staatsanwältin habe der Angeklagte unvermittelt zugestoßen. Doch der Beschuldigte (18) schilderte eine andere Version: "Der Typ ging mich blöd an, ich habe ihn ignoriert. Wenig später bedrohte er einen Freund von mir, da habe ich ihn einen Stoß versetzt, wollte aber nicht, dass er sich verletzt." Sein Anwalt sprach von "Nothilfe", zumal alle Beteiligten alkoholisiert gewesen seien. Doch Richterin Gabriele Nemeskeri glaubte das nicht. Nach kurzer Beratung mit einem Verteidiger gab der Angeklagte dann zu, dass er sein späteres Opfer aus "Ärger über die vorangegangene Stänkerei" geschubst habe.

Er habe aber sofort die Rettung gerufen. Nemeskeri ordnete einen außergerichtlichen Tatausgleich an.

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