19.09.2016 12:36 |

Bei Street View

Privatsphäre als Lachnummer: Google verpixelt Kuh

Seit der US-Internetgigant Google mit seinen Street-View-Autos 360-Grad-Panoramafotos der Welt erstellt, sieht er sich mit den Privatsphäre-Ängsten besorgter Bürger konfrontiert. Googles Lösung für dieses Problem: Software sucht auf Street-View-Aufnahmen automatisch nach Gesichtern und verpixelt die dargestellten Menschen. Wie sich nun gezeigt hat, nimmt es die Google-Software aber wohl hie und da etwas zu genau - und verpixelt sogar Kühe.

Das legt zumindest eine Street-View-Aufnahme aus Großbritannien nahe. Dort wahrt Google sogar die Privatsphäre von Nutzvieh und hat auf einem Street-View-Foto das Gesicht einer Kuh verpixelt, berichtet die britische Zeitung "The Guardian". In sozialen Medien debattieren die Nutzer über Googles Steilvorlage:

Wieso ausgerechnet diese Kuh verpixelt wurde, ist unklar. Sucht man auf Google Maps das Gebiet Coe Fen in Cambridge auf, findet man neben dem verpixelten Paarhufer am Bild auch etliche nicht unkenntlich gemachte Kühe. Menschen, die ganz in der Nähe auf einer Bank sitzen, werden indes schon verpixelt. Das legt nahe, dass Googles Verpixelungs-Tool womöglich menschenähnliche Gesichtszüge erkannt hat, wo keine sind: nämlich im Gesicht der verpixelten Kuh.

Google selbst nimmt den Fall mit Humor. "Uns ist klar, dass unsere automatische Technologie zur Gesichts-Verpixelung ein bisschen übereifrig war", heißt es in einem Statement des Internetriesen. Die anonymisierte Kuh beneide man trotzdem nicht um ihre fünf Minuten im Rampenlicht.

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