Do, 27. Juni 2019
13.01.2016 12:17

Terror in Istanbul

Geheimdienst warnte vor Anschlägen auf Touristen

Vor dem Selbstmordattentat in Istanbul hat der türkische Geheimdienst MIT einem Medienbericht zufolge vor Terrorangriffen unter anderem auf Touristen im Land gewarnt. Die Zeitung "Hürriyet" berichtete am Mittwoch, die Hinweise vom 17. Dezember und 4. Jänner seien an Sicherheitsbehörden im ganzen Land gegangen. In den Warnungen habe es geheißen, Selbstmordattentäter des IS seien ins Land eingedrungen.

Der Geheimdienst habe damals erklärt, Terroristen könnten nach Istanbul oder Ankara weitergereist sein oder über die Türkei in andere europäische Länder ziehen. "Hürriyet" zufolge hatte es auch geheißen, der Islamische Staat plane Selbstmordanschläge "auf in der Türkei lebende Nichtmuslime, Ausländer, Tourismusregionen, von ausländischen Besuchern stark frequentierte Orte oder auf Botschaften und Konsulate der entsprechenden Länder und auf NATO-Einrichtungen im Land".

In Istanbul hatte am Dienstag ein Selbstmordattentäter zehn Ausländer mit sich in den Tod gerissen. Das türkische Innenministerium gab am Mittwoch bekannt, dass acht der getöteten Touristen deutsche Staatsbürger waren. Die anderen beiden Toten stammten aus Norwegen und Peru. Außerdem gebe es noch zwei deutsche Schwerverletzte. Die türkische Regierung machte den IS für die Tat verantwortlich.

Selbstmordattentäter in Saudi-Arabien geboren
Nach jüngsten Informationen stammt der Selbstmordattentäter aus Saudi-Arabien. Er sei im Königreich geboren worden, habe das Land aber bereits 1996 im Alter von acht Jahren mit seiner Familie verlassen, zitierte die arabische Tageszeitung "Al-Hayat" am Mittwoch einen Sprecher des saudi-arabischen Innenministeriums. Der 27 Jahre alte Nabil Fadli habe die syrische Staatsbürgerschaft gehabt. Er sei auch bei den türkischen Einwanderungsbehörden registriert gewesen, selbst seine Fingerabdrücke seien dort vorhanden gewesen. Allerdings habe sich der Mann nicht auf einer Liste gesuchter Personen befunden.

Festnahmen im Zusammenhang mit Anschlag
Im Zusammenhang mit dem Anschlag wurden am Mittwoch auch drei russische Staatsbürger mit angeblichen Verbindungen zum IS festgenommen. Die Polizei habe in deren Unterkunft in der Mittelmeerstadt Antalya zahlreiche Dokumente und CDs sichergestellt, meldete die Dogan News Agency. Der russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge bestätigte das russische Konsulat die Festnahmen.

Ein weiterer Verdächtiger war bereits am Dienstagabend festgenommen worden, wie der türkische Innenminister Efkan Ala und der deutschen Innenminister Thomas de Maiziere am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Istanbul mitteilten.

Vorgehen gegen den IS im Land verschärft
Nach dem Anschlag von Istanbul hat die türkische Polizei ihr Vorgehen gegen den IS im Land verschärft. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, im zentralanatolischen Konya seien vier mutmaßliche IS-Angehörige verhaftet worden. Ihnen werde vorgeworfen, der Terrormiliz Kämpfer zugeführt und diesen beim Grenzübertritt nach Syrien geholfen zu haben.

Video: Blutiger Anschlag in Istanbul

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