So, 19. August 2018

Tickt anders

23.04.2015 12:44

Apple Watch startet ungewöhnlich leise

Diesmal tickt Apple anders: Ungewöhnlich leise läutet der kalifornische Konzern den Verkaufsstart der Apple Watch ein - seines ersten völlig neuen Geräts seit fünf Jahren. Nur in einigen wenigen Luxusgeschäften rund um den Globus wird am Freitag eine der neuen Smartwatches zu haben sein. Dass es zu ähnlich langen Schlangen vor den Apple Stores wie bei einem iPhone-Start kommen wird, ist unwahrscheinlich.

Denn in den eigenen Läden sind zunächst nur Bestellungen möglich. Anders als etwa beim iPad äußerte sich das kalifornische Unternehmen bisher zudem nicht zu den Vorbestellungen. Experten vermuten daher eine gewisse Unsicherheit über die Erfolgsaussichten der ersten Neuentwicklung unter der Ägide von Konzernchef Tim Cook.

Der Nachfolger des vor vier Jahren verstorbenen Steve Jobs muss noch beweisen, dass er ähnlich innovative Produkte hervorbringen kann wie sein charismatischer Vorgänger. Denn iPod, iPhone und iPad haben das Geschäft mit MP3-Playern, Smartphones und Tablets völlig auf den Kopf gestellt. Seitdem lassen jedoch neue Erfindungen aus dem Hause mit dem Apfel-Logo auf sich warten. Experten trauen Apple allerdings zu, mit der Apple Watch den Markt für sogenannte Wearables, auf dem sich bereits die Rivalen Samsung, Sony und LG mit allerdings eher mäßigem Erfolg tummeln, kräftig aufzumischen.

Von zwei bis 20 Millionen alles drin
"Der ruhigere Start erlaubt es ihnen, erst einmal zu sehen, wie es läuft, und mindert die Erwartungen und die Risiken", sagt Analyst Gene Munster von der Investmentbank Piper Jaffray. "Wenn sie es auf die alte Art und Weise getan hätten und die Schlangen nicht so lang wären, hätten sie ein kleines Problem." Munster rechnet aber damit, dass die Nachfrage größer sein wird als erwartet. Mehr als zwei Millionen Geräte wird Apple nach seiner Schätzung bis Quartalsende verkaufen. Munsters Kollege Daniel Ives von FBR Capital Markets hat seine Absatzprognose für 2015 auf 20 Millionen Geräte angehoben. Zum Vergleich: Alleine im vierten Quartal 2014 verkaufte Apple gut 74 Millionen iPhones.

Noch kein Termin für Österreich
Der Konzern hatte die Uhr bereits im vergangenen Jahr angekündigt, viele Details jedoch erst im März vorgestellt. Die Smartwatch soll unter anderem an Termine erinnern, Anrufe über ein gekoppeltes iPhone ermöglichen und Fitness-Daten aufzeichnen. Die Preise für die 38 Varianten reichen von etwa 350 Dollar (326 Euro) bis zu mehr als 10.000 Dollar für die Gold-Ausgabe. Für Österreich gibt es noch keinen konkreten Verkaufsstart der Apple Watch. Auch im heimischen Online-Store sucht man die Computeruhr vergeblich. Von Apple heißt es aber, das Gerät solle noch heuer auch hierzulande auf den Markt kommen. Wer nicht warten will, muss auf den deutschen Store ausweichen. Allerdings verlangt Apple im deutschen Online-Shop eine deutsche Lieferadresse.

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