Sa, 18. August 2018

Sorge um Gesundheit

07.04.2015 10:31

Schimmel in Wohnung: Mieterin blitzte ab

Schwer zu leiden hatte eine Pensionistin aus dem Mittelburgenland. Ihre Mietwohnung wurde von Schimmel befallen. Anfangs waren es kleine Flecken in den Ecken der Fenster, die sich jedoch immer weiter großflächig ausbreiteten. Als die Frau den Hausherrn um Hilfe bat, blitzte sie ab: "Lüften Sie öfter!"

Vor fünf Jahren hat die 70-Jährige die Wohnung bezogen, sieben Monate lang kämpfte sie gegen Schimmel an. "Als ich die Flecken an den Fenstern bemerkte, fielen mir auch rissige feuchte Stellen an der Außenfassade auf", so Frau S. Das meldete sie. Der Vermieter winkte aber ab. Auch als der Schimmelbefall immer schlimmer wurde, fand die besorgte Bewohnerin kein Gehör. Das sei ihre Sache, hieß es.

Ganz so war es dann doch nicht, wie der Hausherr von Juristen der Konsumentenschutzabteilung des Landes erfuhr. "Ist der Schimmel durch fehlerhaftes Mauerwerk bedingt, so muss sich der Vermieter um die Beseitigung kümmern. Wichtig ist, den Befall unverzüglich, am besten schriftlich, anzuzeigen. Im Streitfall kann ein Sachverständiger beigezogen werden", erklärt Landesrätin Verena Dunst. Oberflächlichen Schimmel müsse hingegen der Mieter auf eigene Kosten entfernen.

Im Fall von Frau S. wurde die Fassade saniert und ihr aufgrund der Beeinträchtigung der Wohnsituation eine Mietzinsminderung von 50 Prozent zugestanden.

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