Fr, 22. März 2019
26.03.2015 10:47

Verzweiflung wächst

Triumph-Werk fällt dem Sparstift zum Opfer

Für die 210 Beschäftigten im Triumph-Werk in Oberwart war es wie ein Schlag ins Gesicht, als am Dienstag die Schließung der Niederlassung verkündet wurde. Die Verzweiflung ist groß. Denn für die Näherinnen sind die Aussichten, einen neuen Job zu finden, alles andere als rosig.

Der Wäschehersteller Triumph war einst der größte Arbeitgeber im Burgenland. Doch die "goldenen Zeiten" sind längst vorbei. 2013 wurde das Werk in Oberpullendorf zugesperrt, die letzte Produktionsstätte, jene in Oberwart, schließt im Juli 2015 die Pforten. 210 Arbeitsplätze fallen dem Sparstift zum Opfer. Denn künftig wird vorrangig dort produziert, wo es sich für den Konzern rechnet – im Osten Europas und in Asien. Die Ankündigung der Schweizer Dessousfirma, gemeinsam mit den Sozialpartnern "eine vernünftige Lösung" zu finden, ist für die betroffenen Näherinnen kein Trost.

"Das Durchschnittsalter der Beschäftigten liegt bei 47 Jahren. Wo sollen die Frauen denn in Zukunft arbeiten? Es gibt keine Jobs in der Region", sagt Betriebsratsvorsitzende Silvia Ivancsics. Wie viele ihrer Kolleginnen hat auch sie eine schlaflose Nacht hinter sich. Jetzt gehe es darum, die Härtefälle abzufedern. Nach Ostern sollen die Verhandlungen mit der Geschäftsführung aufgenommen werden. "Wir brauchen die Unterstützung der Politiker. Sie dürfen uns jetzt nicht im Stich lassen", fordert Ivancsics.

Finanzielle Hilfe vom Land
200.000 Euro für eine Arbeitsstiftung stellte Landeschef Hans Niessl in Aussicht. Und auch die Stadtgemeinde will einen finanziellen Beitrag leisten. Eine Lösung für die Beschäftigten soll morgen, Freitag, präsentiert werden.

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