Allianz-Stadion

Rapid: Das ist der Architekt der “grünen Hölle”

Sport
19.03.2015 16:45
Guido Pfaffhausen, ein Architekt aus Zwickau, arbeitet beim Neubau des Rapid-Stadions mit Emotionen: "Hier muss jeder Gegner schon vor Anpfiff die Hose gehörig voll haben!"

Rapid verlängerte den Sponsorvertrag mit seinem wichtigsten Partner, Wien Energie, in eine 13. und 14. Saison. Bis Juni 2017. Damit auch für die erste Saison im Allianz-Stadion, von dem viel positive Energie ausgehen soll. Zumindest nach den Plänen des deutschen Architekten Guido Pfaffhausen, der von seinem bisher wichtigsten Projekt spricht. Die langen Autofahrten im Range Rover von seiner Firma in Zwickau nach Wien sind für den Fan des MSV Duisburg, der noch die Aufstellung der Mannschaft aus den 70erJahren mit dem Tiroler Kurt Jara genau kennt, inzwischen Gewohnheit.

Teamwork ist gefragt
Anfangs war er sich bewusst, dass ein deutscher Architekt in Wien nicht gleich überall offene Türen vorfindet, aber jetzt ist er vom Teamwork begeistert. Etwa mit Rapids Projektleiter Harry Gartler. Als ihm Pfaffhausen versprach, dass sein neues Stadion Rapid fünf Punkte mehr bringen werde, antwortete Gartler cool: "Konkurrenten von ihnen haben acht geboten!"

Der Plan für die "grüne Hölle": So soll das Rapid-Stadion aussehen. (Bild: Gerhard Gradwohl)
Der Plan für die "grüne Hölle": So soll das Rapid-Stadion aussehen.
Architekt Guido Pfaffhausen (re.) mit "Krone"-Reporter Peter Linden (Bild: Gerhard Gradwohl)
Architekt Guido Pfaffhausen (re.) mit "Krone"-Reporter Peter Linden
(Bild: Gerhard Gradwohl)

"Die müssen die Hosen voll haben"
Nach dem Kennenlernen der Rapid-Philosophie sagte Pfaffhausen seiner jahrezehntelangen Partnerin Sylvia Staudte: "Wir müssen viel mit Emotionen arbeiten." Rasch fiel ihm die grüne Hölle ein. Ein Stadion, das nur für Rapid passt, an eine Festung erinnern soll, in der die Gegner vorher durch die "Höllenpforte" den Canossa-Gang zur Kabine haben: "Man muss mitunter spinnen!" Das heißt: Ein 50 Meter langer Gang, vorbei an Rapids Heiligtümern (sprich Pokalen) zur Kabine, der immer enger wird, am Ende nur 60 Zentimeter schmal ist: "Die müssen schon vorher die Hose voll haben. Fußball ist kein Ponyhof, der Gast darf nicht zufrieden heimfahren."

"Schmuckkasterl, um das Rapid alle beneiden"
Eine ganz enge Atmosphäre mit steilen Tribünen, geschlossenen Ecken wird es, die es dem Block West (wie die alte Westtribüne auf der Südseite heißen wird) ermöglichen, auch ohne Pyrotechnik für noch mehr Stimmung zu sorgen als im alten Hanappi-Stadion. An das ein Fluchtlichtmast wie ein Leuchttum erinnert, der nachts diffus grün angestrahlt wird: "Damit er wie ein Diamant leuchtet." Ein Schmuckkasterl, um das alle Rapid beneiden, soll es werden: Pfaffhausen: "Es wird in Europa zwar größere Stadien geben, aber keine feineren."

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(Bild: KMM)



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