Ein hochrangiger oberösterreichischer Polizeibeamter wollte der deutschen AfD beitreten. Die Beweggründe für das Ansinnen sollen mehr privater, als politischer Natur gewesen sein. Dass das Vorhaben letztlich gescheitert ist, sei der strengen „Ausländerpolitik“ der AfD geschuldet.
Dass die Alternative für Deutschland (AfD) kein großes Herz für Ausländer hat, ist nichts Neues. Dass er selbst auch darunter fällt, war wohl Walter Folger-Mangel nicht klar. Der Leiter der oö. Grenzpolizei wollte im April 2019 der rechtsextremen Partei beitreten, wie der „Standard“ berichtete.
„Keine Ausländer“
Obwohl ihn die Deutschen interessant fanden, ließ es die Parteisatzung nicht zu: „Ausländer mit Hauptwohnsitz im Ausland können nicht beitreten.“ Der Beamte, der auch FPÖ-Mitglied ist, erklärte, Politik interessiere ihn nicht. Er habe die Arbeit des damaligen Freundes seiner Tochter unterstützen wollen.
Fall wird intern geprüft
Dieser sei Büroleiter des Ex-AfD-Abgeordneten Frank Pasemann gewesen, der dem völkisch-nationalistischen und rechtsextremen Lager zugesprochen wurde und 2020 wegen antisemitischer Umtriebe aus der Partei flog. Bei der Landespolizeidirektion OÖ hieß es auf „Krone“-Anfrage, man habe von der Affäre aus Medienberichten erfahren. Eine interne Prüfung sei im Gange.
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