Grüner Widerstand formiert sich in Villach gegen die Pläne der Stadt – sie sprechen von unnötiger Bodenversiegelung mit einem „grünen Mascherl“. Deshalb haben die Grünen auch die Taskforce verlassen.
Die vorgestellten Pläne von Villach klingen besonders ehrgeizig und zukunftsfit – ein Rechenzentrum mit angeschlossener Gemüseplantage. Ein Projekt, das auch bei den Grünen nicht schlecht ankommt. Wäre da nicht die Standortwahl.
Denn das rund sechs Hektar große Vorhaben soll auf jenem Grundstück in Villach-Federaun errichtet werden, das seit Jahren wild umkämpft ist. Immerhin versuchen Umweltschützer eine Versiegelung der Fläche zu verhindern, und „die neuen Pläne sind nur eine weitere Bodenversiegelung mit einem grünen Mascherl“, sagt Karin Herkner, Grüne Gemeinderätin in der Draustadt.
Geplanter Bau in Nähe von Naturschutzgebiet
Schützenhilfe bekommt sie auch von Grünen-Landeschefin Olga Voglauer, die sich die Frage stellt, warum man genau auf diesem Grund, der sich in der Nähe eines Natura-2000-Gebietes befindet, errichten möchte. „Es wirkt so, als hätte Bürgermeister Albel Zeitdruck. Immerhin muss er einen Vertrag mit der Deutschen Logistik Holding erfüllen.“
Die Stadt Villach prüft bei Vorhaben grundsätzlich verschiedene Standorte. Wir prüfen auch in der Taskforce alle Alternativen.
heißt es aus dem Rathaus
Aus Protest zu den Plänen, die von SP, FP und VP getragen werden, haben die Grünen auch die eigens gegründete Taskforce zum Projekt verlassen. „Es wirkt alle wie eine Nacht-und-Nebel-Aktion, bei der wir mit Sicherheit nicht mitmachen“, betonen die beiden Politikerinnen, für die es andere Flächen gebe, die für das Rechenzentrum und die Gemüseplantage infrage kommen könnten.
Zudem sieht Voglauer mehrere Gründe das Projekt nicht zu realisieren, unter anderem würden die regionalen Bauern durch die Gemüseplantage unter Konkurrenzdruck kommen.
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