Die Stadt Klagenfurt führt die Aktion mit den Pop-up-Stores wieder ein. Ziel ist es, Leerstände zu beleben und neue Geschäftsideen zu unterstützen. Vor allem am Neuen Platz und Alten Platz gibt es zahlreiche Leerstände, da würden neue Shops viel Leben reinbringen. Die Stadt hilft bei der Miete.
Nach einem Jahr Pause kehren die Pop-up-Stores nach Klagenfurt zurück. Die Stadt beteiligt sich dabei mit 50 Prozent an den Mietkosten. „Im Vorjahr musste die Wirtschaftsförderung aufgrund von Budgetproblemen leider aussetzen, heuer stehen den Betrieben wieder insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung. Das ist das kleinste Wirtschaftsbudget Österreichs, aber wir wollen den Firmen helfen“, sagt Wirtschaftsreferent Julian Geier (VP). „Die Koralmbahn hat in Klagenfurt super eingeschlagen, in den nächsten Jahren wollen wir wieder ein höheres Wirtschaftsbudget haben.“
Sieben Stores sind geplant
Die Pop-up-Stores sind dabei eine wichtige Maßnahme im Kampf gegen den Leerstand. „Für sechs Monate übernimmt die Stadt einen monatlichen Mietkostenzuschuss von 500 Euro. Mindestens sieben neue Geschäfte sind geplant“, sagt Geier.
Gesucht werden überzeugende Geschäftskonzepte. „Interessierte können ihre Ideen in meinem Büro im Rathaus oder beim Stadtmarketing einreichen. Die besten Ideen gewinnen. Wir schauen uns Leerstände an, suchen Kontakt mit dem Vermieter und vermitteln.“ Vor allem am Alten und am Neuen Platz gibt es derzeit zahlreiche leerstehende Geschäftslokale.
Start-ups können sich mit ihrem Konzept bewerben, „die Größe des bevorzugten Ladens ist egal. Eine gute Idee braucht oft viel Platz“, sagt Geier. „Die Stadt will jungen Menschen helfen, ein Unternehmen aufzubauen.“
Buchhandlung als Erfolgsbeispiel
Dass das Konzept funktionieren kann, zeigt die Drava-Buchlandung von Erika Hornbogner. „Wir haben ihn 2023 gegründet. Die Hilfe der Stadt war damals entscheidend“, sagt Hornbogner. Der Shop konnte sich etablieren und nutzt seine Adresse in der 8.-Mai-Straße inzwischen auch als Ort der Begegnung. „Bei Lesungen kommen 30 Gäste ins Geschäft. Pop-up-Initiativen sind wichtig“, sagt Geschäftsführerin Hornbogner.
Auch die Wirtschaftskammer ist froh über die Initiative. „Wir begrüßen die Pop-up-Förderung ausdrücklich. Schon in der Vergangenheit hat dieses Modell gut funktioniert. Besonders erfreulich ist, dass viele Unternehmen nach der geförderten Startphase dauerhaft in der Innenstadt geblieben sind“, sagt Bezirksstellenobmann Franz Ahm. „Gerade für Gründer und bestehende Unternehmen bietet die Förderung die Chance, neue Geschäftsideen unter erleichterten Rahmenbedingungen auszuprobieren. Aus einem Geschäft auf Zeit kann so ein dauerhafter Unternehmensstandort werden. Genau solche Impulse braucht die Klagenfurter Innenstadt, um Leerstände zu reduzieren und wieder mehr unternehmerische Vielfalt und Frequenz zu schaffen.“
Neue Chance für die Innenstadt
Entscheidend wird sein, dass möglichst viele der zurzeit leerstehenden Geschäftslokale für solche Konzepte zur Verfügung stehen. „Dafür braucht es auch die Bereitschaft der Immobilieneigentümer, neue Wege zu gehen. Wenn Stadt, Wirtschaft und Eigentümer gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir nicht nur kurzfristig Leerstände beleben, sondern langfristig neue Betriebe für unsere Innenstadt gewinnen“, sagt Ahm.
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