Mehr als 6000 Gäste kamen zuletzt zur Gruselwelt der Familie Geyer in Traiskirchen (Niederösterreich). Nun ist der Ansturm zu groß für die Wohnsiedlung geworden. Nach 14 Jahren öffnet das beliebte Horrorhaus heuer zum letzten Mal – am 31. Oktober ist endgültig Schluss.
Böse Clowns und Untote lehren die Besucher das Fürchten. Doch der Ansturm ist mittlerweile selbst ihren „Schöpfern“ zu viel geworden. Sabine und Sebastian Geyer ziehen deshalb einen Schlussstrich unter ihr „Halloween Horror House“ in Traiskirchen im Bezirk Baden.
Allein an drei Veranstaltungstagen im Vorjahr kamen mehr als 6000 Gäste. Besucher nahmen lange Wartezeiten in Kauf, um die aufwendig gestaltete Gruselwelt zu erleben. Die Straße wurde eigens gesperrt, Süßigkeiten kaufte die Familie kiloweise.
Mit drei Gräbern und einer Nebelmaschine begonnen
Begonnen hatte der Spuk im Garten vor 14 Jahren mit drei künstlichen Gräbern und einer Nebelmaschine. Die Begeisterung der Kinder spornte die Gastgeber an, ihre Dekoration Jahr für Jahr auszubauen.
Bewegliche Figuren, Videoprojektionen sowie Licht- und Geräuscheffekte kamen hinzu. Selbst gebaute Kulissen, ein Gruselgang und eine eigene Halloween-Bar machten das Grundstück zum Publikumsmagneten. Schon vor Jahren hatte die Dekoration so viel wie ein Kleinwagen gekostet. Zugleich sammelte die Familie Spenden für „Licht ins Dunkel“.
Mehr als 350 Arbeitsstunden pro Jahr
Hinter dem Vergnügen steckt enormer Aufwand: Weit über 350 Stunden investiert die Familie jährlich in Vorbereitung, Aufbau, Durchführung und Abbau – ehrenamtlich und neben Beruf und Alltag.
Die Freude der Kinder sei immer wieder der Antrieb zum Weitermachen gewesen, erzählt Sabine Geyer. Doch inzwischen seien die Grenzen erreicht: „Die Veranstaltungen wurden nun allerdings einfach zu groß für eine Wohnsiedlung.“
Fünf Tage für den letzten Gruselbesuch
Zum Abschied wird die Gruselwelt noch einmal an fünf Tagen geöffnet. „Wir gehen in die finale Halloween-Woche mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, sagt Sebastian Geyer.
Am 31. Oktober öffnet das Horrorhaus zum letzten Mal. Danach schließen die Tore endgültig.
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