Ein halber Liter Blut kann Leben retten. Christian Balber aus Seebenstein im niederösterreichischen Bezirk Neunkirchen hat davon schon rund 100 Liter gespendet. Der 64-Jährige war kürzlich zum 200. Mal blutspenden – und denkt noch lange nicht ans Aufhören.
Sein erstes Mal war beim Bundesheer. „Da bekam man einen Tag frei“, erzählt er lachend. Aus dem anfänglichen Anreiz wurde eine Herzensangelegenheit. Seit Jahrzehnten spendet Balber nun regelmäßig bis zu viermal im Jahr. Wo gerade eine Blutspendeaktion stattfindet, sucht er sich im Internet heraus. „Ich bin Stammspender.“
Balbers Ziel: Immer für andere Menschen da zu sein
Warum? Die Antwort ist ganz einfach: „Weil ich anderen helfen möchte.“ Genau dieser Gedanke zieht sich durch sein ganzes Leben. Seit 1979 engagiert er sich bei der Feuerwehr, auch beim Roten Kreuz war und ist er aktiv. Beruflich arbeitete er im Pflegedienst – immer mit dem Ziel, für andere Menschen da zu sein.
Und sein Blut ist besonders wertvoll: Denn Balber hat Null negativ. Seine roten Blutkörperchen können in Notfällen vielen Patienten helfen, weshalb diese Blutgruppe besonders gefragt ist. „Das heißt, ich bin Universalspender und jeder kann mein Blut bekommen“, erklärt er.
Ich bin Universalspender und jeder kann mein Blut bekommen.
Rekord-Spender Christian Balber
Appell an alle: „Geht Blut spenden“
Nach seinen Spenden sei es ihm immer gut gegangen. „Ich habe mich danach sogar besser gefühlt. Passiert ist mir nie etwas.“ Dass heute weniger häufig gespendet werden darf als früher, bedauert er. Umso mehr liegt ihm ein Appell am Herzen: „Das Rote Kreuz hat immer zu wenige Blutkonserven und braucht dringend Blut!“ Gerade nach der Urlaubszeit und während der Erkältungssaison werden die Vorräte oft knapp.
Balber selbst darf noch bis zu seinem 70. Geburtstag Blut spenden. Wenn er das weiterhin regelmäßig tut, könnten zu den 100 Litern noch rund 3,5 Liter dazukommen.
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