Der renommierte Winzer Robert Goldenits aus Tadten lud zusammen mit Daniel Koch und Caroline Mucki von Morandell zur einer besonderen Vertikalverkostung in den Berghof nach Mayrhofen.
Ein „wilder Teifi“, also ein wilder Teufel, war er immer schon, der Weinbauer Robert Goldenits aus dem burgenländischen Tadten. Das 1999 auch der Grund, warum er sein Flaggschiff „Mephisto“ taufte. So hieß in Goethes Faust nämlich der Teufel. Auf den ersten zwei Jahrgängen war noch die Kirche von Tadten abgebildet, seit 2002 ziert der kahle Hinterkopf des Winzer das Etikett. Warum? „Das habe ich mir von Michael Jordan abgeschaut“, erzählte Goldenits bei einer Vertikalverkostung im Berghof Lisa und Hans-Jörg Moigg in Mayrhofen. Dort hatte er nämlich gemeinsam mit der Firma Morandell geladen. Eine kleine, aber feine Runde wurde die Ehre zu Teil, 15 verschiedene Jahrgänge aus der Großflasche zu testen – und zwar von 2002 bis 2020. Kulinarisch begleitet wurde die Verkostung von Berghof-Küchenchef Friedl Holzinger.
„Die ersten drei Jahrgänge darf ich nicht mehr hergeben – die sind ausschließlich für unsere Familie reserviert“, sagte Goldenits, dessen Sohn Robert junior mittlerweile das Weingut führt. Der Mephisto ist übrigens eine Cuvée aus Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot. Bei den ersten fünf Jahrgängen fehlte der Merlot. Und welcher war nun der beste Jahrgang? Die Weinexperten waren sich einig: 2012! Aber gut waren alle. Kein Wunder: Der „Mephisto“ spielt nämlich in der Champions League der Weine mit – und es gibt ihn nur in guten Jahren.
Apropos: 2026 ist ein gutes Weinjahr – auch wenn der Ertrag wegen der Temperaturen um der wenigen Niederschläge (drei Monate kein Regen) um 20 Prozent geringer ist, als im Vorjahr.
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