36 Stunden pro Paar

Beim Vater-Sohn-Gespann drückt niemals der Schuh

Kärnten
19.10.2026 13:00

Orthopädische Schuhe maßgefertigt: Im Schuhhaus Hribernik in Eberndorf wird kranken Füßen geholfen – seit mittlerweile über sieben Jahrzehnten besteht der Familienbetrieb.

Ihr Handwerk ist vom Aussterben bedroht – lediglich acht Schuhmacher und 14 Orthopädieschuhmacher gibt es noch in Kärnten. Zwei davon sind in Griffen beheimatet. „Es ist schön, Schuhe für kranke Füße anzufertigen. Das Feedback unserer Kunden ist dabei das schönste Ereignis“, sagen Johannes (66) und Elias (36) Hribernik. Das Familienunternehmen, das Elias in dritter Generation führt, ist heute mit fünf Standorten in ganz Kärnten vertreten.

Das Familienunternehmen, das Elias in dritter Generation führt, ist heute mit fünf Standorten in ...
Das Familienunternehmen, das Elias in dritter Generation führt, ist heute mit fünf Standorten in ganz Kärnten vertreten.(Bild: Dieter Arbeiter)
Johannes ist seit 50 Jahren als Orthopädieschuhmacher- meister tätig. Das Handwerk wird in der ...
Johannes ist seit 50 Jahren als Orthopädieschuhmacher- meister tätig. Das Handwerk wird in der Familie seit über 70 Jahren praktiziert. Derzeit gibt fünf Hribernik-Geschäfte.(Bild: Dieter Arbeiter)
Abmessen...
Abmessen...(Bild: Dieter Arbeiter)
Zuschneiden...
Zuschneiden...(Bild: Dieter Arbeiter)
Leder über den Leisten ziehen...
Leder über den Leisten ziehen...(Bild: Dieter Arbeiter)

Gründer des Unternehmens war Simon Hribernik vor über 70 Jahren. Über fünf Jahrzehnte wirkt dessen Sohn Johannes Hribernik im Betrieb mit: „Ich habe mit 15 begonnen, den Meisterbrief gemacht und auch den kaufmännischen Abschluss in der Tasche. Ich liebe dieses vielseitige Handwerk. Es ist ein sehr schöner Beruf mit vielen Facetten. Bei den Modellen hat sich im Vergleich zu den Jahrzehnten davor viel geändert. Heute wird bei orthopädischen Schuhen viel Wert auf das Aussehen gelegt.“

36 Stunden bis zum fertigen Schuhpaar
Von der Verordnung des Arztes, über Abmessung, Gipsabdruck bis zum fertigen Schuh: „Die Herstellung eines orthopädischen Schuhpaares dauert rund 36 Stunden“, erklären die beiden Schuhmacher. Angeboten werden: orthopädische Kundenversorgung, Einlagen, Differenzausgleich bei der Beinlänge oder Schaftverstellungen.

Juniorchef Elias hat zuerst Betriebswirtschaft studiert, seine Ausbildung inklusive Meisterprüfung im zweiten Bildungsweg absolviert. „Mein Studium hat mir eine verkürzte Lehre gebracht. Aber es war sowieso innere Berufung“, so der Schuhmachermeister.

Seit letzter Periode ist Elias, der stolzer Vater der einjährigen Lara ist, auch Innungsmeister für beide Berufssparten. Natürlich werden in den Schuhhausgeschäften in Griffen, Eberndorf, Völkermarkt, Bad Eisenkappel und Klagenfurt auch Schuhe und Co. repariert: „Das ist eine Serviceleistung für unsere Kunden. Davon zu leben, geht heute aber fast gar nicht mehr.“

Vater und Sohn teilen nicht nur die Leidenschaft für das Handwerk, sondern auch für das Schlagzeug: „Das ist Ausgleich zu unserer Arbeit.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung