Orthopädische Schuhe maßgefertigt: Im Schuhhaus Hribernik in Eberndorf wird kranken Füßen geholfen – seit mittlerweile über sieben Jahrzehnten besteht der Familienbetrieb.
Ihr Handwerk ist vom Aussterben bedroht – lediglich acht Schuhmacher und 14 Orthopädieschuhmacher gibt es noch in Kärnten. Zwei davon sind in Griffen beheimatet. „Es ist schön, Schuhe für kranke Füße anzufertigen. Das Feedback unserer Kunden ist dabei das schönste Ereignis“, sagen Johannes (66) und Elias (36) Hribernik. Das Familienunternehmen, das Elias in dritter Generation führt, ist heute mit fünf Standorten in ganz Kärnten vertreten.

Gründer des Unternehmens war Simon Hribernik vor über 70 Jahren. Über fünf Jahrzehnte wirkt dessen Sohn Johannes Hribernik im Betrieb mit: „Ich habe mit 15 begonnen, den Meisterbrief gemacht und auch den kaufmännischen Abschluss in der Tasche. Ich liebe dieses vielseitige Handwerk. Es ist ein sehr schöner Beruf mit vielen Facetten. Bei den Modellen hat sich im Vergleich zu den Jahrzehnten davor viel geändert. Heute wird bei orthopädischen Schuhen viel Wert auf das Aussehen gelegt.“
36 Stunden bis zum fertigen Schuhpaar
Von der Verordnung des Arztes, über Abmessung, Gipsabdruck bis zum fertigen Schuh: „Die Herstellung eines orthopädischen Schuhpaares dauert rund 36 Stunden“, erklären die beiden Schuhmacher. Angeboten werden: orthopädische Kundenversorgung, Einlagen, Differenzausgleich bei der Beinlänge oder Schaftverstellungen.
Juniorchef Elias hat zuerst Betriebswirtschaft studiert, seine Ausbildung inklusive Meisterprüfung im zweiten Bildungsweg absolviert. „Mein Studium hat mir eine verkürzte Lehre gebracht. Aber es war sowieso innere Berufung“, so der Schuhmachermeister.
Seit letzter Periode ist Elias, der stolzer Vater der einjährigen Lara ist, auch Innungsmeister für beide Berufssparten. Natürlich werden in den Schuhhausgeschäften in Griffen, Eberndorf, Völkermarkt, Bad Eisenkappel und Klagenfurt auch Schuhe und Co. repariert: „Das ist eine Serviceleistung für unsere Kunden. Davon zu leben, geht heute aber fast gar nicht mehr.“
Vater und Sohn teilen nicht nur die Leidenschaft für das Handwerk, sondern auch für das Schlagzeug: „Das ist Ausgleich zu unserer Arbeit.“
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