Auf Forschungsreise

Kärntner Tech-Talente in China: „Lücke ist groß“

Kärnten
17.10.2026 10:00

Im Zuge des Bildungsprogramms „Seeds for the Future“ reisten die Villacher Tech-Talente Soundos Saidi und Andreas Stettin im September für eine Woche nach China.

Die Kombination aus Technologie, Kultur und persönlichen Begegnungen hat die Reise für mich so besonders gemacht“, erzählt die Villacherin Soundos Saidi. Die 24-Jährige war eine von vier Studierenden aus Österreich, die am heurigen Bildungsprogramm „Seeds for the Future“ teilnehmen durften.

Auf ihrer Reise konnten die Teilnehmer zahlreiche Technologien hautnah erleben
Auf ihrer Reise konnten die Teilnehmer zahlreiche Technologien hautnah erleben(Bild: Huawei)
Teilnehmer aus Österreich, der Slowakei und der Schweiz beim Besuch der Chinesischen Mauer.
Teilnehmer aus Österreich, der Slowakei und der Schweiz beim Besuch der Chinesischen Mauer.(Bild: Huawei)
Während der Reise blieb auch Zeit für lokale Erkundungstouren
Während der Reise blieb auch Zeit für lokale Erkundungstouren(Bild: Huawei)

Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Aufnahmeverfahren wurde sie zu einer einwöchigen Reise eingeladen, wo sie einen Blick hinter die Kulissen der chinesischen Tech-Welt werfen konnte. Dabei sind ihr auch einige Unterschiede zu Österreich aufgefallen: „Neue Technologien werden in China teilweise mit großer Selbstverständlichkeit angenommen und in den Alltag integriert. In Österreich geht man mit neuen Technologien eher vorsichtiger um. Das ist durchaus sinnvoll, aber es ist auch entscheidend, mit aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten.“

Österreich hat Potenzial, aber Aufholbedarf
Auch Andreas Stettin zählte zu den Glücklichen, die an der Forschungsreise teilnehmen durften: „Mich hat überrascht, wie viel Potenzial Städte entfalten, wenn sie von Grund auf unter Berücksichtigung neuer Technologien entwickelt werden“, erzählt der Villacher und ergänzt: „Besonders in der Tech-Metropole Shenzen gibt es wegen des hohen Anteils an Elektroautos sehr viel weniger Lärmbelästigung als in Europa. Zusätzlich sind öffentliche Roboter oder Lieferdrohnen sichtbar im Straßenbild verankert.“

Um die große technologische Lücke zu China zu schließen, braucht es laut Stettin schnelles Handeln.

Zitat Icon

Historisch hat China stark vom Wissenstransfer aus Europa profitiert. Jetzt müssen wir diesen Austausch eben in die umgekehrte Richtung intensivieren.

Andreas Stettin

Saidi appelliert in diesem Zusammenhang, das heimische Potenzial effizienter zu nützen: „Österreich hat technologisch viel zu bieten. Wichtig ist jedoch, dass Innovationen ihren Weg in die praktische Anwendung finden.“

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