Großer Bahnhof: Am Freitag wurde das Murkraftwerk Laufnitzdorf feierlich wiedereröffnet. Die Anlage liefert den Jahresstrombedarf für 40.000 Haushalte.
Gut zwei Jahre lang wurde das Laufkraftwerk in Laufnitzdorf für 65 Millionen Euro modernisiert. Jetzt wurde das größte Kraftwerk an der Mur wieder in Betrieb genommen. Bei der Eröffnung am Freitag war großer Bahnhof angesagt: Verbund-Vorstand Achim Kaspar, Vorstandsdirektor, Michael Amerer und Geschäftsführer Karl Heinz Gruber konnten neben Landeshauptmann Mario Kunasek, Landesrat Willibald Ehrenhöfer und den Ortschefs Eva Schmiedinger (Pernegg) und Johannes Wagner (Frohnleiten) auch Gerlind Weber begrüßen.
Sie ist die Enkelin des legendären Erfinders Viktor Kaplan. 1931 wurde die nach ihm benannten Turbinen in Laufnitzdorf in das erste große Wasserkraftwerk Österreichs eingebaut. Damals war man auch das größte Laufkraftwerk der gebeutelten Nation. Nach der Wiedereröffnung darf sich Laufnitzdorf immerhin größtes Kraftwerk an der Mur nennen.
Mit einer Leistung von 24,3 Megawatt wird der Jahresstrombedarf von rund 40.000 Haushalten produziert. Ergänzend zu den umfangreichen technischen Projektmaßnahmen wurde eine Vielzahl an ökologischen Verbesserungen und Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt, betont man seitens Verbund. So wurde etwa die ursprüngliche Fischwanderhilfe im Bereich der Wehranlage Mixnitz abgetragen und als Kombination eines naturnahen Umgehungsbachs und „Vertical-Slot-Becken“ neu errichtet. Die 70 Becken sind mit einer Schlitzweite von 35 Zentimeter auf den Huchen mit einer Größe von einem Meter ausgelegt.
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