Sa, 18. August 2018

Vor Neureuther

06.01.2015 19:04

Marcel Hirscher siegt in Zagreb: "Neuer Ski rockt"

Marcel Hirscher hat seine Triple-Mission in Zagreb perfekt erfüllt. Der Salzburger gewann am Dienstag den Slalom auf dem Sljeme zum dritten Mal in Folge, holte sich damit in Kroatien die Weltcup-Führung zurück und machte sich mit nunmehr 15 Erfolgen zum erfolgreichsten österreichischen Slalomfahrer aller Zeiten. Platz zwei ging an Felix Neureuther, Dritter wurde der Norweger Sebastian Solevaag. Hirscher: "Mein neuer Ski rockt!"

Wie schon bei den Damen entwickelte sich auch der Herrenslalom unter Flutlicht angesichts der eisigen Verhältnisse zu einem beinharten Ausscheidungsderby. Wie zwei Tage davor schieden auf dem Zagreber "Eislaufplatz" in der Entscheidung gleich acht Läufer aus. Darunter auch der zur Halbzeit sensationell drittplatzierte Amerikaner David Chodounsky, der in Gedenken an seine am Vortag in Sölden in einer Lawine ums Leben gekommenen US-Teamkollegen entfesselt ans Werk gegangen war.

Marcel Hirscher hatte am Vorabend bei der öffentlichen Startnummernauslosung gleich zwei Mal antreten müssen, um sich die eins zu sichern. Damit legte der Weltmeister in Lauf eins aber mit einem Vorsprung von 0,77 Sek. auf den Schweden Mattias Hargin gleich einen Respektabstand zwischen sich und den Rest des Feldes.

Insgesamt der 28. Weltcupsieg
Als es vor 15.000 Zuschauern, die vor allem gekommen waren um Lokalmatador Ivica Kostelic bei seinem womöglich letzten Heimauftritt zu beobachten, um den Sieg ging, ließ Hirscher nichts mehr anbrennen. Die viertbeste Zeit genügte dem 25-Jährigen, um 0,81 Sekunden vor Neureuther seinen insgesamt 28. Weltcupsieg einzufahren.

Mit dem 15. im Slalom überholte er zudem Benjamin Raich und Mario Matt und ist nun als rot-weiß-rote Nummer eins im Slalom gleichauf mit Kostelic auf Platz vier der ewigen Rangliste zu finden. Zwei Slalom-Triplepacks hatte vor dem Österreicher bis dahin nur der große Ingemar Stenmark geschafft.

"Habe blöd dreingeschaut"
Während Neureuther gratulierte ("Marcel war heute in einer eigenen Liga"), freute und bedankte sich Hirscher. "Für diesen Sieg haben mehrere Leute einen großen Beitrag geleistet." Platz sieben in Italien habe ihn sehr geärgert, bekräftigte der Annaberger. "Ich gebe natürlich immer alles, wenn ich merke, ich verliere mein Standing. Nach dem letzten Rennen habe ich schon blöd dreingeschaut."

Dass er nun Österreichs Slalom-Rekordhalter ist, dürfe man nicht überbewerten. "Für mich ist das natürlich eine Riesenfreude. Aber ich möchte dem Ganzen nicht so viel Bedeutung geben. Ich will weiter hungrig bleiben und es mir nicht zu bequem machen."

Endstand des Weltcup-Slaloms der Herren in Zagreb:
1. Marcel Hirscher (AUT) 1:55,96 57,26 58,70
2. Felix Neureuther (GER) 1:56,77 +00,81 58,13 58,64
3. Sebastian-Foss Solevaag (NOR) 1:57,00 +01,04 58,48 58,52
4. Mattias Hargin (SWE) 1:57,35 +01,39 58,03 59,32
5. Alexander Choroschilow (RUS) 1:57,42 +01,46 58,25 59,17
6. Axel Bäck (SWE) 1:57,55 +01,59 58,76 58,79
7. Stefano Gross (ITA) 1:57,63 +01,67 58,45 59,18
8. Fritz Dopfer (GER) 1:57,64 +01,68 58,15 59,49
9. Jean-Baptiste Grange (FRA) 1:57,97 +02,01 58,80 59,17
10. Daniel Yule (SUI) 1:58,20 +02,24 58,57 59,63
11. Jens Byggmark (SWE) 1:58,23 +02,27 59,45 58,78
12. Anton Lahdenperä (SWE) 1:58,61 +02,65 59,51 59,10
13. Victor Muffat Jeandet (FRA) 1:58,80 +02,84 1:00,31 58,49
14. Markus Larsson (SWE) 1:59,01 +03,05 59,32 59,69
15. Filip Zubcic (CRO) 1:59,06 +03,10 59,60 59,46
16. Manfred Mölgg (ITA) 1:59,17 +03,21 59,30 59,87
17. Andre Myhrer (SWE) 1:59,37 +03,41 1:00,46 58,91
18. Ivica Kostelic (CRO) 2:00,11 +04,15 59,66 1:00,45
19. Wolfgang Hörl (AUT) 2:00,27 +04,31 1:00,39 59,88
20. Linus Strasser (GER) 2:00,65 +04,69 1:00,57 1:00,08
21. Bernhard Niederberger (SUI) 2:01,14 +05,18 59,97 1:01,17
22. Adam Zampa (SVK) 2:08,61 +12,65 59,43 1:09,18

Out im 1. Durchgang: Mario Matt (AUT), Reinfried Herbst (AUT), Michael Matt (AUT), Giuliano Razzoli (ITA), Julien Lizeroux (FRA). Out im 2. Durchgang: Benjamin Raich (AUT), David Chodounsky (USA), Jonathan Nordbotten (NOR), Patrick Thaler (ITA), Henrik Kristoffersen (NOR), Ted Ligety (USA), Calle Lindh (SWE). Disqualifiziert im 2. Durchgang: Steve Missillier (FRA).

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