Dürre, steigende Betriebsmittelpreise, hohe SV-Beiträge und überbordende Bürokratie – nur einige Punkte, mit denen Kärntens Landwirte täglich konfrontiert sind. Bei der Landwirtschaftskammerwahl am 25. Oktober geht es darum, die bestmögliche Vertretung für die kommenden fünf Jahre zu wählen.
Die Situation der Kärntner Landwirtschaft ist nicht gerade einfach: Die Zahl der Betriebe sinkt und die Landwirte stehen vor immer größeren Herausforderungen.
In Kärnten werden laut Statistik Austria etwas mehr als 204.000 Hektar landwirtschaftlich genutzt – die Mehrheit der Betriebe ist klein strukturiert und familiengeführt.
Klimatische Veränderungen, wie zum Beispiel die Dürre im heurigen Jahr haben die Kärntner Landwirtschaft gleich mehrfach getroffen. Frühzeitige Almabtriebe, zu wenig Futter, zu spät freigegebene Biodiversitätsflächen, teurere Futtermittel sind nur ein paar Auswirkungen dieser Wetterkapriolen.
Neben den klimatischen Bedingungen sorgen die hohen Sozialversicherungsbeiträge sowie die Preise bei den Betriebsmitteln, die im Gegensatz zu den Erträgen aus der landwirtschaftlichen Arbeit, massiv angestiegen sind, für Kritik. Ein weiterer Hemmschuh in der täglichen Arbeit ist die überbordende Bürokratie.
Eine vielfältige und sicherlich nicht vollständige Aufgabenliste, mit der sich die bäuerliche Interessenvertretung in der kommenden Legislaturperiode wird beschäftigen müssen.
Karten werden neu gemischt
Gewählt wird die Standesvertretung alle fünf Jahre – heuer am 25. Oktober. Die stärkste Fraktion ist der Kärntner Bauernbund, der 18 der insgesamt 36 Mandate in der Vollversammlung hält. Insgesamt sind sechs Fraktionen im Gremium vertreten (siehe Grafik unten).
Die Vollversammlung ist das oberste beschließende und kontrollierende Organ der Landwirtschaftskammer. Die gewählten Kammerräte treffen darin die grundlegenden Entscheidungen für die Interessensvertretung.
Das Ziel der antretenden Listen ist es natürlich, die Mehrheit des schwarzen Bauernbundes zu brechen. Spannend wird auf jeden Fall die Wahlbeteiligung werden. Bei den Wahlen im Jahr 2021 lag diese bei 36,6 Prozent.
Die Zahl der Wahlberechtigten ist deutlich höher als jene der Betriebe in Kärnten. Denn zur Wahl dürfen neben Eigentümern und Pächtern auch bestimmte Familienangehörige, wie Eltern, Ehepartner, eingetragene Partner und Lebensgefährten sowie Kinder-, Wahl-, Stief- und Schwiegerkinder, sofern sie mit den kammerzugehörigen Personen in einer Hofgemeinschaft leben, am Betrieb mitarbeiten und am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben. Durchgeführt wird die Wahl vom Land Kärnten.
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