143 Kinder der Privatvolksschule Kritzendorf bei Klosterneuburg könnten ab dem nächsten Schuljahr „obdachlos“ sein. Denn die Betreiberin, die Vereinigung von Ordensschulen Österreichs (VOSÖ), möchte den Schulbetrieb ab dem nächsten Schuljahr aus wirtschaftlichen Gründen einstellen.
Große Verunsicherung herrscht derzeit bei Eltern und Schülern der Privatvolksschule Kritzendorf bei Klosterneuburg, Bezirk Tulln: Die Vereinigung von Ordensschulen Österreichs (VOSÖ) beendet mit Ende des Schuljahres 2026/27 aus wirtschaftlichen Gründen ihre Trägerschaft. Derzeit besuchen 143 Kinder die Schule. Sinkende Schülerzahlen und steigende Erhaltungskosten benennt man als Gründe für das Schul-Aus. Der Ärger bei den Eltern ist groß. Denn sie wurden erst kürzlich mittels Brief darüber informiert.
Die Direktorin hat das Herz am rechten Fleck. Man spürt in dieser Schule, mit wie viel Liebe und Herzblut sie agiert.
Vater eines betroffenen Volksschulkindes
„Eine Schule ist doch kein wirtschaftlicher Betrieb“, schimpft ein verärgerter Vater. Denn sein Kind geht sehr gerne in diese Schule. „Man spürt, mit wie viel Herzblut und Liebe die Direktorin in dieser Schule agiert!“
Nach Lösungen wird gesucht
Die Stadtgemeinde Klosterneuburg und die Bildungsdirektion NÖ suchen indes gemeinsam nach einer Lösung. Klosterneuburgs Bürgermeister Christoph Kaufmann will prüfen lassen, ob die Gemeinde die Liegenschaft übernehmen kann. Ziel ist es, dass die bestehenden Schüler ihre Volksschulzeit möglichst im vertrauten Schulgebäude abschließen können. Eine Schließung wäre laut Kaufmann besonders problematisch, da die acht Klassen nicht ohne Weiteres in anderen Schulen untergebracht werden könnten.
Initiative setzt sich für Erhalt der Schule ein
Eltern haben bereits eine Initiative für die Schulfortführung gegründet. Bis Redaktionsschluss haben bereits fast 1000 Personen für den Erhalt der Privatschule unterschrieben.
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