Kurz vor Beginn der Heizsaison explodieren die Preise für Heizöl und Pellets. Die Abeiterkammer Oberösterreich fordert jetzt staatliche Eingriffe und eine Erhöhung des Heizkostenzuschusses. Statt bisher 200 Euro sollen betroffene Haushalte künftig 700 Euro erhalten.
Wer mit Heizöl heizt, muss derzeit ordentlich tief in die Tasche greifen. Seit Ende Juni ist der Preis im Schnitt um 48,3 Prozent gestiegen, im Vergleich zum September des Vorjahres beträgt der Anstieg sogar 75,4 Prozent. Auch Besitzer von Pelletheizungen müssen deutlich mehr bezahlen: Seit Juni sind die Preise um 8,2 Prozent gestiegen, innerhalb eines Jahres sogar um 34 Prozent. Und das ausgerechnet jetzt, wo die Heizsaison vor der Tür steht bzw. macherorts gar schon begonnen hat.
Für Arbeiterkammer-Präsident Andreas Stangl ist das alarmierend: „Eine warme Wohnung darf kein Luxus sein. Wenn die Preise für Heizmaterial innerhalb eines Jahres so stark steigen, stellt das viele Menschen vor massive finanzielle Herausforderungen“, warnt er. Die Politik müsse handeln, bevor die Heizsaison richtig losgeht.
Konkret fordert die AK von der Bundesregierung einen Preisdeckel für Heizöl nach dem Vorbild des Spritpreisdeckels. Dieser setzt auf eine Begrenzung der Gewinnmargen und einen Nachlass bei der Mineralölsteuer. Auch für Pellets sollen die Preise staatlich begrenzt werden. Dass diese trotz ausreichend vorhandener Rohstoffe derart stark steigen, sei nicht nachvollziehbar.
700 statt 200 Euro Heizkostenzuschuss
Eine klare Forderung hat die Arbeiterkammer auch an das Land Oberösterreich. Für die vergangene Heizperiode gab es lediglich 200 Euro Heizkostenzuschuss pro Haushalt. Angesichts der massiven Teuerung soll dieser Betrag nun auf 700 Euro erhöht werden.
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