Frauen sind keine kleinen Männer. Trotzdem orientieren sich Diagnose, Therapien und Medikamente bis heute oft am männlichen Standard. Die Pionierin der Gendermedizin, Vera Regitz-Zagrosek, erklärt, warum Herzinfarkte bei Frauen häufig übersehen werden, welche Krankheiten anders verlaufen und weshalb geschlechtersensible Medizin Leben retten kann.
Herzinfarkt, Rheuma, Asthma oder Medikamente: Frauen und Männer werden nicht immer gleich krank. Genau hier setzt die Gendermedizin an. Die deutsche Kardiologin und Gendermedizin-Pionierin Vera Regitz-Zagrosek fordert, das Geschlecht in Diagnose und Behandlung stärker zu berücksichtigen. „Gendermedizin ist eine Medizin, die das Geschlecht der Patienten wirklich berücksichtigt“, erklärt die Expertin. Viele Krankheiten äußern sich bei Frauen anders als bei Männern. Ein Herzinfarkt etwa verursacht bei Frauen oft nicht die klassischen Brustschmerzen.
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