Drei Türme geplant

Das „Vorzeigeprojekt“ stößt auf harsche Kritik

Oberösterreich
13.10.2026 10:00

Die Befürworter sprechen von einer Aufwertung des Stadtteils im Makartviertel, die Gegner indessen von Überverdichtung und zusätzlichem Verkehr. In Linz sollen bis 2029 drei Türme errichtet werden. Wogegen sich Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) wehren muss. Die „Krone“ fragte nach.

Fast ein Jahrzehnt nach der ersten Präsentation der damals als „Tanzende Türme“ bekannten Hochhauspläne könnte das umstrittene Projekt beim Barbarafriedhof einen entscheidenden Schritt näher an die Umsetzung rücken. Mit dem Beschluss des Bebauungsplans soll die Grundlage für drei Hochhäuser im Makartviertel geschaffen werden. „Das ist ein Vorzeigeprojekt, eine Aufwertung des gesamten Viertels, auf einer stark versiegelten Fläche entstehen zusätzliche Grünflächen. Alle, die sich auskennen, mit Ausnahme des Herrn Tomislav Pilipović, sind dieser Meinung“, schüttelt Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) den Kopf. Und der Grüne Gemeinderat übt Kritik und hält mit seiner Meinung nicht hinterm Berg.

Kein Mehrwert, Vorteile nur für den Investor
„Die Dichte ist für den Stadtteil zu hoch. Dazu kommt, dass die drei Bauten mit Wohnungen, Büros und einem Hotel zu einer erheblichen Verkehrsbelastung der ohnehin stark befahrenen Straßen im Viertel führen werden“, so Pilipović. Der Mehrwert für die Allgemeinheit sei fraglich, während die Vorteile für den Investor auf der Hand lägen. „Wir haben zu allen drei Türmen die Einreichungen abgegeben, jetzt warten wir auf Bauverhandlung und Genehmigung und hoffen, wenn alles klappt auf einen Baustart im Herbst 2027“, so Jochen Pawelka von der Baufirma RoomBuus.

Der höchste Turm (94 m) wurde von der ÖSW, dem Österreichischen Siedlungswerk gekauft, im 75m-Gebäude entstehen 136 private Wohnungen, im Erdgeschoss und dem 1. OG werden zudem Geschäfte errichtet und in den 51-m-Turm ist ein Hotel geplant, das vor Vertragsabschluss steht. Gerüchten zufolge betrieben von B&B-Hotels.

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