Zwei Oberösterreicher halfen einer gestürzten Frau auf dem Salzburger Mönchsberg. Als sie nach der Rettungsaktion zu ihrer Hündin Iyla zurückkamen, waren sie berührt von der Geste des Lokals M32.
Esther und Matthias aus Lenzing, beide bei der Feuerwehr und ausgebildete Sanitäter, wollten Ende September einen Spaziergang auf dem Mönchsberg machen, die Festung Hohensalzburg bewundern und den Tag später im Augustinerbräu ausklingen lassen. Doch vor dem Amalie-Redlich-Turm änderte sich plötzlich alles.
Während die beiden ein Foto machten, stürzte eine 77-jährige Frau aus Bad Reichenhall (D) neben ihnen zu Boden. Sie fiel mit dem Gesicht auf die harten Steine. Schneidezähne brachen aus, ihre Lippe riss auf und die Brille verletzte ihr Auge. Esther und Matthias sprachen die Frau an, zogen Handschuhe an und begannen mit der Wundversorgung. Das nötige Material holten sie aus dem Verbandskasten des Lokals M32.
Auch Kellner half sofort
Die Frau war vor Schmerzen und Aufregung völlig aufgelöst. Die beiden blieben bei ihr, beruhigten sie und versorgten ihre Verletzungen. Auch das Team des M32 war sofort zur Stelle. Ein Kellner – Mitglied des Roten Kreuzes Salzburg – brachte Eis und Wasser, kannte den Notfallcode für die Zufahrt auf den Mönchsberg und setzte den Notruf ab. Esther und Matthias konnten die Verletzte schließlich an die Rettung übergeben.
Hündin blieb ganz ruhig
Während alle Aufmerksamkeit der verletzten Frau galt, wartete im Schatten einer Bank noch jemand: Iyla, die ausgebildete Suchhündin des Paares. Sie blieb an der Leine ruhig bei ihrem Platz. Als die beiden zu ihr zurückkamen, erwartete sie eine Überraschung: Das Lokal hatte für Iyla eine Schüssel mit Wasser hingestellt. Der Manager lud Esther und Matthias außerdem auf Kaffee und Wasser ein. „Wir waren emotional berührt, als wir zur Hündin kamen und sahen, dass man sich um sie gekümmert hatte“, erzählt Matthias – „während unsere ganze Aufmerksamkeit der Patientin galt“.
„Mehr davon“ ist die Serie für Geschichten über alles Positive, das in unserem Land passiert und meist viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Für Ideen, die anstecken. Für Menschen, die zeigen, wie es gehen kann. Sie haben etwas erlebt, gesehen oder gehört, bei dem Sie sich gedacht haben: „Davon brauchen wir mehr!“? Dann schicken Sie uns gerne alle Infos an lisa.stockhammer@ kronenzeitung.at
Bleibt wieder mal nur zu sagen: Bitte mehr davon!
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