14.11.2014 09:28 |

Vor Russland-Match

Vierte Liga! Wo Team-Goalie Almer zuletzt spielte

Österreichs Fußball-Teamgoalie Robert Almer hat vor dem EM-Qualifikationsspiel am Samstag (18 Uhr) in Wien gegen Russland Spielpraxis gesammelt - allerdings auf nicht allzu hohem Niveau. Der Steirer stand am vergangenen Sonntag beim 3:0-Auswärtssieg in der deutschen Regionalliga gegen den Goslarer SC im Tor der Amateure seines Klubs Hannover 96. Bewundernswert, wie stark Almer im Team auftritt, während er im Verein selten zum Zug kommt.

"Es war keine schlechte Trainingseinheit und hat geholfen, in den Rhythmus zu kommen", erklärte Almer. Für den 30-Jährigen war es das erste Pflichtspiel in dieser Saison auf Klubebene - unglaublich, wenn man bedenkt, wie gut er im Team immer wieder auftritt.

Teamchef Marcel Koller machte den Ex-Austrianer nach seinem Amtsantritt im November 2011 zu Österreichs Nummer eins. Seither brachte es Almer auf 18 Länderspiele, aber im selben Zeitraum nur auf 31 Bewerbsspiele im Vereinsfußball.

Matchwinner beim 1:0-Sieg gegen Montenegro
Trotz mangelnder Einsatzzeiten hat sich der Deutschland-Legionär in der ÖFB-Auswahl noch keinen schweren Patzer geleistet. Zuletzt avancierte er beim 1:0 gegen Montenegro im Finish sogar zum großen Matchwinner, als er eine Top-Chance der Gäste entschärfte.

Ansonsten erlebte der Tormann gegen die Balkan-Truppe einen ziemlich ruhigen Abend - dies dürfte gegen Russland nicht der Fall sein. "Das ist eine sehr starke Mannschaft. Auf uns wartet ein schwieriges Spiel", meinte Almer.

Sollte die "Sbornaja" tatsächlich auf eine Kontertaktik setzen und mit schnellen Gegenstößen nach vorne kommen, sind bei Almer "Manuel-Neuer-Qualitäten" gefragt: Der Deutschland-Legionär müsste weit vor dem eigenen Tor postiert die Steilvorlagen der Russen abfangen. Ein Problem hätte Almer mit dieser Aufgabe nicht. "Man muss ohnehin in jedem Match auf solche Situationen reagieren", sagte der ÖFB-Keeper.

Reservisten-Rolle für Weimann im Nationalteam
Im Gegensatz zu Almer zählt Andreas Weimann im Nationalteam nicht zur Stammformation, dafür sehr wohl bei seinem Klub Aston Villa. Mit dem Verein aus Birmingham setzte es zuletzt sechs Niederlagen, ehe am Samstag bei West Ham ein 0:0 herausschaute. "Aber bei den sechs Niederlagen haben wir gegen fünf Top-Teams der Premier League gespielt. Dafür haben wir einen sehr guten Start erwischt und gegen die direkten Konkurrenten gepunktet", sagte der Wiener.

Aston Villa liegt derzeit an der 16. Stelle - vier Punkte vor dem letzten Rang, aber auch nur sieben Zähler hinter einem Champions-League-Quali-Platz. "Die Dichte in der Premier League ist eben sehr hoch. Unser Ziel ist auf jeden Fall ein Platz im Mittelfeld", sagte Weimann, der in dieser Saison zumeist als linker Flügel zum Einsatz kommt.

Für Veli Kavlak ist bei Besiktas der Platz im Mittelfeldzentrum reserviert. Der Ex-Rapidler ist beim türkischen Spitzenclub nicht aus der Stammelf wegzudenken und hat dementsprechend gute Karten, wenn es um die Verlängerung seines mit Saisonende auslaufenden Vertrags geht. "Aber wir haben jetzt in der Liga und in der Europa League sehr schwere Spiele, deswegen mache ich mir darüber noch keine Gedanken", betonte der 26-Jährige.

Großes Interesse an Veli Kavlak
Kavlak wird angeblich von Klubs aus der Premier League und der Serie A umworben. "Doch ich weiß auch, was ich an Besiktas habe. Es ist eine schwierige Entscheidung, ich werde mich mit meinen Eltern zusammensetzen."

Für die Länderspiele im Mai gegen Island, im Juni gegen Tschechien und im September gegen Schweden musste Kavlak verletzungsbedingt absagen. Diesmal wurde er nur aufgrund der Verletzung von David Alaba nachnominiert, davor war er für das Oktober-Doppel nicht einberufen worden.

"Ich war im Oktober auch nicht ganz fit. Deswegen habe ich diese Zeit genützt, um fitnessmäßig wieder in die Spur zu kommen", erzählte Kavlak, der in den vergangenen Monaten immer wieder mit Wehwehchen kämpfen musste. "Ich konnte in der Vorbereitung fast gar nichts mitmachen, bin für jedes Spiel fitgespritzt worden. Deswegen habe ich einmal eine Pause gebraucht." Mittlerweile seien die Probleme aber vollständig beseitigt, betonte der Teamspieler.

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