Streit ums Erbe

Ehefrau und Tochter vor Linzer Gasthaus erschossen

Oberösterreich
07.05.2026 15:17

Alarm in der oberösterreichischen Landeshauptstadt! Dort soll es am Donnerstagnachmittag vor einem Gasthaus in Linz zu einem Doppelmord und anschließendem Suizid gekommen sein. Bei dem Schützen dürfte es sich um den Vater und Ehemann der beiden Opfer handeln.

Ersten Informationen zufolge soll ein 88-jähriger Österreicher vor dem Traditionsgasthaus Lüftner in Linz-Urfahr seine Frau (89) und seine Tochter (61) erschossen und sich danach selbst gerichtet haben. Laut den Einsatzkräften gehe keine Gefahr für die Bevölkerung aus, die Tatwaffe wurde am Parkplatz sichergestellt.

Wie die „Krone“ erfuhr, dürfte ein Erbschaftsstreit hinter der Bluttat stecken. Es wurde auch ein Abschiedsbrief sichergestellt.

Zu der Bluttat war es gegen 13.30 Uhr gekommen. Der Einsatz läuft noch. Die Polizei baute einen Sichtschutz und Zelte auf dem Parkplatz auf. Der Bereich wurde großräumig abgesperrt.

„Es waren sehr viele Schüsse“
Beim „Krone“-Lokalaugenschein wurde deutlich: Der Stadtteil Urfahr steht unter Schock, Anrainer sind verängstigt, wollten schnell heim. Eine Anwohnerin erzählte: „Mich haben schon mehrere Leute angerufen, ob ich eh noch lebe.“

Adelheid S. (84) schilderte: „Es waren sehr viele Schüsse. Die Wirtin hat ein sehr rotes Gesicht bekommen und hat gleich alles zugesperrt.“ Sie saß gerade in dem Gasthaus, als die Schüsse abgefeuert wurden.

Zitat Icon

Mich haben schon mehrere Leute angerufen, ob ich eh noch lebe.

Ein ganzer Stadtteil steht unter Schock.

Erst nach einer halben Stunde durfte sie das Lokal verlassen. Doch der Weg nach draußen führte nur nach rechts. Links, auf dem Parkplatz, bot sich ein Bild des Grauens: Dort lagen die drei Leichen. Besucher mussten ihre Autos am Parkplatz stehen lassen und zu Fuß nach Hause gehen oder von Verwandten abgeholt werden.

Drittes Gewaltverbrechen seit März
Es ist bereits das dritte Gewaltverbrechen, das sich seit März in Linz auf offener Straße ereignet hat. Bei der ersten Bluttat wurde ein Passant auf der Landstraße niedergestochen, ein zweiter schwer verletzt. Wenige Wochen später – im April – folgte dann die nächste Gräueltat: Ein Mann schlug am Südbahnhof einem Security-Mitarbeiter mit einem Beil auf den Kopf und verletzte ihn schwer. Nur wenige Tage später wurde ein Mann in einer Wohnung von einem Beamten erschossen. Die Exekutive musste in Notwehr handeln – der Mann war mit einer Schere und einer Spritze bewaffnet.

Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) und der zuständige Stadtrat Michael Raml (FPÖ) hatten danach Vertreter der Exekutive sowie aus dem Präventions- und Sozialbereich am 11. Mai zu einem Sicherheitsgipfel geladen.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.
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